Neuer Spielplatz

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Grünanlage am Hartzloh mit Anwohner-Ideen gestaltet

Von Daniela Barth
Barmbek. Bei schönstem Herbstwetter wurde jetzt die neu gestaltete Grünanlage und der fast 4.000 Quadratmeter große Spielplatz südlich des Hartzloh-Marktes zwischen Lauensteinstraße und Fuhlsbüttler Straße eingeweiht. „Mit so einem Andrang hatten wir gar nicht gerechnet“, freut sich Annette Quast vom Gebietsbeirat Langenfort-Barmbek-Nord über das fröhliche Gedränge der kleinen und großen Besucher. Sie probieren höchst ausgelassen die neuen Spielgeräte aus – die zahlreichen Bänke und Picknicktische sind schnell von Eltern und Anwohnern besetzt. „Die Hauptzielgruppe sind die etwas älteren Kinder, für die es in der näheren Umgebung bisher kaum Angebote gab“, erklärt Bezirksamtschef Harald Rösler. So erhielt der Hartzloh-Spielplatz, den es übrigens schon seit 1920 – also bald hundert Jahre – gibt, jetzt eine ganzjährig nutzbare Multisportarena mit Kunststoffbelag, eine hohe Doppelschaukel, eine Drehscheibe und eine drei Meter hohe Felsenkletteranlage.
Die Kletterhügel bestehen aus gefärbten Spritzbeton und erinnern an echte Felsen, zusammen mit dem großen Kletternetz seien sie im Bezirk einzigartig, so Harald Rösler. Für kleinere Kinder wurden Bewegungsgeräte in einem großen Sandkasten installiert.
„Außerdem werden wir noch eine Tischtennisplatte aufstellen lassen, weil Anwohner sich das noch wünschen“, verspricht Rösler. Denn Anwohner-Ideen wurden bei diesem Projekt ohnehin gern aufgegriffen. So konnte auch der Vorschlag von Hilde David, die seit 30 Jahren in der Fraenkelstraße wohnt, in die Tat umgesetzt werden: Zum Spielplatz gehört nämlich auch der neu gestaltete Vorplatz an der Fuhlsbüttler Straße, der quasi den Auftakt für den Grünzug bildet. Highlight ist hier das acht Meter große, in das Pflaster eingelegte „Labyrinth“.
„Meine Tochter Dörte und ich haben diese Idee gemeinsam entwickelt“, berichtet die 87-jährige Hilde David, die sich zudem über die seniorengerechten Sitzbänke freut. Das Labyrinthpflaster habe für sie eine symbolische Bedeutung: „Es ist ein Abbild für Entwicklung. Viele Wege führen zu einem Ziel.“ Wie schätzt die alteingesessene Barmbekerin die Entwicklung im Stadtteil mit Blick auf das direkt angrenzende neue Quartier 21 ein? „Hier ist gerade ein ganz neuer Stadtteil entstanden“, sagt sie.
Das alte und neue Barmbek träfen hier aufeinander – von ihrer Warte aus aber im besten Sinne, denn der neu gestalte Hartzloh sei der ideale Treffpunkt und ein guter Ort für Begegnungen.
426.000 Euro ließ sich die Stadt die Neugestaltung des Vor- und Spielplatzes kosten. Weitere 315.000 Euro investiert die Stadt demnächst in die Sanierung des Toiletten- und Marktmeisterhäuschens, das danach von den Pächtern des Cafés, Anna und Omar Tarin, betrieben werden soll – und zwar nicht nur an Markttagen. „Wir haben vor gut einem Jahr aus dem Hamburger WochenBlatt erfahren, dass der Bezirk Betreiber sucht“, erinnert sich Omar Tarin. Geplant ist ein richtiges „Nachbarschaftscafé“, das auch „vormittags für die Spielplatz-Mütter geöffnet hat“. Was derzeit noch ein unansehnlicher Schandfleck ist, soll ab Frühjahr 2014 Treffpunkt für alteingesessene Barmbeker und Neubewohner des Quartiers 21 sein. Die Pacht beträgt 845 Euro im Monat. Das Café wird innen und im Außenbereich jeweils 16 Plätze bieten. Die komplette gastronomische Inneneinrichtung muss das Ehepaar Tarin finanzieren. Auch die öffentlichen Markt-Toiletten werden die Pächter mit betreiben. Anna und Omar Tarin warten schon gespannt auf den Beginn der Umbauarbeiten im November. Schon jetzt ist die Vorfreude und Unternehmungslust der beiden Jung-Gastronomen spürbar. „Wir sind beide in Barmbek aufgewachsen – wir mögen unseren Stadtteil und finden es einfach nur toll, dass wir hier ein eigenes Café eröffnen werden“, sagt Anna Tarin – ein Café unter Nachbarn, sozusagen. Unter www.facebook.com/Cafe.Barmbek wird über den Verlauf der Bauarbeiten berichtet. (ba)
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