Neuer Vorstoß

Anzeige
Michael Kahnt, Elternratsvorsitzender der Schule Genslerstraße, fordert einen Tempo-30-Regelung auf dem RübenkampFoto: Burmeister

Elternrat für Tempo 30 vor Schule Genslerstraße

Von Britta Burmeister
Barmbek. Michael Kahnt, Elternratsvorsitzender der Schule Genslerstraße, gibt nicht auf: Obwohl vor einem Jahr die Forderung nach Tempo 30 am Rübenkamp abgeschmettert wurde, macht er jetzt erneut einen Vorstoß. Grund: Seit Einführung der Ganztagsschule sind die Kinder nach Ansicht vieler Eltern durch den beginnenden Feierabendverkehr besonders dem Unfallrisiko ausgesetzt.
Bereits vor gut einem Jahr hattte sich Kahnt an die Politik gewandt, um am Rübenkamp eine Tempo 30-Regelung auf Höhe der Grundschule anzuregen. Ein Prüfantrag der Bezirksversammlung Hamburg-Nord war dann wenig erfolgreich: Die Verkehrsdirektion lehnte die Forderung ab. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme der Polizei: Die Anordnung einer „sonstigen“ Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Kilometer pro Stunde gegenüber der allgemein geltenden zulässigen innerörtlichen Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde ist an die Voraussetzungen des § 45 Absatz 9 der Straßenverkehrsordnung gebunden, der für Beschränkungen des fließenden Verkehrs aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage fordert“. Anders ausgedrückt: Die Verkehrssituation am Rübenkamp ist für die Schülerinnen und Schüler der Schule Genslerstraße nicht gefährlich genug.
Das sieht Michael Kahnt anders. Seit Beginn des laufenden Schuljahres herrscht in der Genslerstraße der Ganztagsbetrieb. Wenn für die meisten Kinder der Schultag um 16 Uhr endet, beginnt am Rübenkamp der Feierabendverkehr. Alle zehn Minuten kommt ein Bus vorbei. Durch parkende Autos und die Fahrradwege ist die Verkehrssituation für Kinder im Vor- und Grundschulalter schwer zu überblicken. „Was zählt mehr – das Leben von Kindern oder ein Zeitgewinn von wenigen Sekunden?“, fragt Michael Kahnt.
Seine Kinder gehen am Ballerstaedtweg zur Schule, einer Zweigstelle der Schule Genslerstraße. Dort wurde 2009 auf Beschluss der Bezirksversammlung eine Tempo 30-Regelung eingeführt. Zur Begründung hieß es, die Schule habe einen Eingang direkt am Rübenkamp. Dieses Argument kann für den Hauptstandort des Grundschulverbundes nicht geltend gemacht werden. Hier erreichen die Kinder das Schulgelände über die verkehrsberuhigte Genslerstraße. Aus Sicht der Polizei bieten die Ampelkreuzungen Rübenkamp/Hellbrookstraße und Rübenkamp/Alte Wöhr sichere Möglichkeiten, die Bezirksstraße zu überqueren. Auf Höhe der Schule gebe es keinen „Querungsbedarf“. Die schräg gegenüber der Schule gelegene Haltestelle „Genslerstraße“ der Buslinie 23 wird in der Stellungnahme nicht erwähnt.
Michael Kahnt gibt sich noch nicht geschlagen. Im Namen des Elternrates der Schule Genslerstraße wünscht er sich, dass die Politik das Thema noch einmal auf die Tagesordnung setzt. Die Ablehnung des ersten Vorstoßes war damals vom Regionalausschuss kommentarlos zur Kenntnis genommen worden.
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
393
Michael Kahnt aus Barmbek | 09.04.2015 | 08:16  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige