Neueröffnung gefährdet

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Muss noch mal Geld einsammeln: Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt Foto: wb

Uwe Schmidt: Brakula-Umbau doch teurer. 10.000 Euro fehlen

Von Michael Hertel
Bramfeld Immer wieder dieser Brandschutz: Was schon dem geplanten Berliner Großflughafen zum Verhängnis wurde, droht nun auch den (Wieder-)Eröffnungstermin für den Bramfelder Kulturladen („Brakula“) platzen zu lassen.


Brakula-Geschäftsführer Uwe Schmidt: „Es gibt unvorhergesehene Mehrkosten von rund 50.000 Euro.“ Bislang waren Sanierung und Umbau des Brakula mit Kosten in Höhe von 1,65 Mio. Euro kalkuliert worden, die aus Mitteln des Sanierungsfonds Hamburg 2020 beglichen werden.
Wie es zu den Mehrkosten kommt, hat Schmidt dokumentiert: So sind erst bei den Abbrucharbeiten des Saaldaches Schäden im Sockelbereich der Giebelwand entdeckt worden. Die Wand wurde als nicht tragfähig eingestuft und musste untermauert werden. Eine weitere Mauerwand stellte sich als nicht feuerbeständig
heraus und wurde abgebrochen. Einige Fachwerkwände wiesen erheliche Feuchtigkeits-
schäden (Moderfäule) auf. Wegen mangelnder Heizmöglichkeiten kam es im Winter zu einer erheblichen Beschädigung des Parkettbodens im großen Saal. Folge: Der gesamte Holzboden musste entfernt werden. Schließlich wurde festgestellt, dass die bei früheren Sanierungen angegriffenen Decken (Strohputz mit in der Decke verlegten Elektroleitungen) den modernen Brandschutzanforderungen keinesfalls entsprechen. Auch hier waren umfangreiche Arbeiten nötig. Schmidt: „Das sind Überraschungen, wie man
sie bei einem über 130 Jahre alten Haus erlebt.“ Zwar hatte die Bürgerschaft für solche Eventualitäten 50.000 Euro zurückbehalten. Aber dieses Polster sei – so Schmidt – nunmehr aufgebraucht: „Das Geld muss erst einmal freigegeben werden, und ich bin nicht sicher, ob es reicht.“ Der Geschäftsführer spricht von weite-
ren 10.000 Euro, die benötigt werden könnten. Eine entsprechende Anfrage beim Senat sei abschlägig beschieden worden. „Jetzt muss ich erst mal mit dem Bezirksamt sprechen. Wenn wir nicht schnell eine Lösung finden, ist der Eröffnungstermin 4. November akut gefährdet.“
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