Öfter Tempo 30?

Anzeige
Brennpunkte auf Barmbeks Straßen und Wegen: Klaus-Peter Görlitzer, Jana Reimer und acht weitere Aktive des Stadtteilrates machen Lösungsvorschläge Foto: Busse

Barmbeker analysieren Verkehr und machen Vorschläge

Barmbek Die Verkehrssituation in ist seit Jahren angespannt, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer: Vor Grundschulen und Kindergärten fahren Autos oft zu schnell; auf der Veloroute 6 werden Radfahrer regelmäßig von im Stau stehenden Autos ausgebremst; vielerorts gefährden unübersichtliche Straßeneinmündungen, Barrieren und marode Wege unnötig Fußgänger und Radfahrer; Durchgangsverkehr – etwa von der Hamburger Straße – weicht insbesondere in der Rush Hour in die anliegenden Wohngebiete aus.
Der Stadtteilrat Barmbek-Süd hat sich die Aufgabe gestellt, die Verkehrssituation im Quartier eingehend unter die Lupe zu nehmen. Nach rund sechs Monaten intensiver Arbeit, wurde jetzt das Ergebnis präsentiert: Eine Übersicht mit 31 Einzelpunkten, die möglichst kurzfristig praktische Verbesserungen anstoßen sollen.

Mut gefordert


„Es war uns wichtig, die Sicht aller Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen“, erläutert Klaus-Peter Görlitzer vom Stadtteilrat.„Unser Ziel ist es, Konflikte zu entschärfen, die Lebensqualität im Wohnumfeld zu verbessern und den Verkehrsfluss effizienter zu machen.“ Dazu will der Stadtteilrat mit seinen Ergebnissen nun auf die zuständigen Vertreter in Politik und Verwaltung zugehen. Entsprechende Lösungsvorschläge liefern die Barmbeker Bürger den Behörden Punkt für Punkt gleich mit. „Wir fordern von den Verantwortlichen vor allem guten Willen und Problembewusstsein – und vielleicht auch eine Portion Mut“, sagt André Bigalke, der sich ebenfalls im Stadtteilrat engagiert. Rückenwind erhofft sich das zehnköpfige Team der Verkehrs-AG im Rahmen des Stadtteilrats durch den neuen Koalitionsvertrag im Hamburger Rathaus und durch einen erst vor zwei Wochen auf der Verkehrsministerkonferenz der Länder gefassten Beschluss zu Tempo 30-Zonen: Zukünftig lassen sich Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Lärmschutz und aus Sicherheitsgründen vor Schulen und Kitas sowie Alten- und Pflegeheimen leichter durchsetzen als bisher. (cb)

Die Übersicht „Verkehr in Barmbek-Süd – Probleme und Lösungen“ ist im Internet unter www.barmbek-sued.de einsehbar
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige