Öko-Streit um Busbetriebshof

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So stellt sich die Hochbahn AG ihren neuen Busbetriebsbahnhof im Dreieck Ohlsdorf/Alsterdorf/City Nord vor Visualisierung: Hochbahn

Anwohner und NABU: Sorge um Wald – Hochbahn: Busse schützen Umwelt

Ohlsdorf In den Stadtteilen Ohlsdorf, Alsterdorf und City Nord regt sich Widerstand gegen den geplanten Bau des Busbetriebshofes am Gleisdreieck nördlich der City Nord und südöstlich des Hamburger Flughafens. Anwohner starteten jetzt eine Online-Petition gegen das Großprojekt der Hochbahn. Sie wollen vor allem, dass die Waldfläche nicht gerodet wird. Außerdem befürchten sie Lärmbelästigung.
Der Busbetriebshof soll im sogenannten „Gleisdreieck“ zwischen Güterumgehungsbahn, S-Bahn und dem westlichen Ast der U1 entstehen. Baubeginn ist laut Hochbahn im kommenden Jahr. Anfang 2019 sollen rund 320 Busse auf dem Busbetriebshof Gleisdreieck abgestellt, gewartet, gewaschen und auf ihren täglichen Einsatz vorbereitet werden.
Kritik zu dem Vorhaben gab es wie berichtet bereits vom Naturschutzbund (NABU). Wie der stellvertretende Geschäftsführer Bernd Quellmalz bestätigt, ist der NABU mittlerweile an der Planung zum B-Plan Alsterdorf 22 / Winterhude 22 offiziell beteiligt worden. Quellmalz sagt: „Wir begrüßen den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs aufgrund steigender Fahrgastzahlen und auch die Förderung alternativer Antriebstechniken für Busse in Hamburg. Aber wir lehnen es aus Natur- und Landschaftsschutzgründen ab, dass für den geplanten Bau eines neuen Bus-Betriebshofs ein ökologisch hochwertiges großflächiges Waldgebiet zerstört werden soll.“ Auf dem Areal lebten zudem viele geschützte Vogel- und Fledermausarten. Mitte Juni habe der NABU dazu Stellung genommen, so Quellmalz. Ob die Einwände berücksichtigt wurden oder werden, weiß er noch nicht.

Info-Abend am 30. September


Hochbahn-Sprecher Christoph Kreienbaum verteidigt dagegen das Projekt: Gerade der Bau eines Busbahnhofs sei doch aus ökologischen Gründen für die Nutzung einer Brachfläche ideal. Kreienbaum nennt den „wachsenden ÖPNV einen der wirksamsten Umweltschützer.“ Um einen attraktiven Nahverkehr zu schaffen, der Leute zum Umsteigen vom Auto auf den Bus bewege, sei eine „verkehrszentrale Lage entscheidend“. Außerdem sei man ja in Hamburg auf dem Wege zu einem emissionsfreien Busverkehr. Was die Auswirkung des Busbetriebshofs auf die unmittelbare Umwelt betreffe, gebe es ganz klare gesetzliche Vorgaben, die die Hochbahn einhalten werde, versichert Kreienbaum. Ausgleichsflächen gebe es unter anderem durch Grüngürtel um den Betriebshof und durch die Fassaden- und Dachbegrünung. Außerdem sollen in Langenhorn, in Kirchwerder und in der Revierförsterei in der Gemeinde Tensfeld bei Bad Segeberg Ausgleichsflächen entstehen.
Infos zu der von Anwohnern initiierten Online-Petition finden sich auf Facebook. Unterschriftenlisten liegen bei Penny in der Fuhlsbüttler Straße 599. (ba)

Info-Abend von Hochbahn AG und Bezirksamt: Am Mittwoch, 30. September, im Pavillon der Schule am Ballerstaedtweg, Rübenkamp 300; Es wird um Anmeldung gebeten unter: busbetriebshof.gleisdreieck@hochbahn.de
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3 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 23.09.2015 | 08:40  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 23.09.2015 | 12:39  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 28.09.2015 | 12:46  
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