OVG: Stadt darf Am Anzuchtgarten auf eigenes Risiko buddeln

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Hunderte Klein Borstler gingen Anfang November für eine Flüchtlingsunterkunft und gegen den Baustopp auf die Straße Foto: ba

Klein Borstel: Rösler sorgt schon vor und verschickt Info-Brief

Ohlsdorf Trotz des vom Verwaltungsgericht verhängten Baustopps darf doch in Klein Borstel gebuddelt werden: Die Stadt kann jetzt auf eigenes Risiko mit Erdarbeiten auf dem Gelände Am Anzuchtgarten, auf dem eine Flüchtlingsunterkunft für 700 Menschen geplant ist, beginnen. Das geht aus einer Zwischenverfügung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) hervor, wie dessen Sprecher Andreas Lambiris dem Wochenblatt bestätigte. Hintergrund sei, dass die Stadt aufgrund der winterlichen Witterung möglicherweise über mehrere Monate nicht mit dem Bau der Unterkunft beginnen könnte, sollte sie vor Gericht Recht bekommen. Damit sei allerdings keine Vorentscheidung verbunden, betonte Lambiris. Ein endgültiges Urteil könnte noch vor Weihnachten fallen, die Stellungsnahmefrist läuft nächste Woche aus. Bezirksamtsleiter Harald Rösler hat unterdessen schon ein Schreiben an die Anwohner verschickt, in dem er über den Beginn eines Bebauungsplanverfahrens informiert. Es gebe zwischenzeitlich mehrere nachbarschaftsverträgliche Verbesserungen, so Rösler. Die Erschließung der Anlage solle nunmehr über die Große Horst verlaufen, nicht mehr über den Erna-Stahl-Ring. Außerdem bereite die Stadt zusätzliche Internationale Vorbereitungsklassen vor. Auch eine Stadtteilversammlung im Januar in der Sporthalle Hamburg kündigt er an –vorausgesetzt, das OVG entscheidet zugunsten der Stadt. (ba)
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