Probleme mit der Hamburger Feuerwehr

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Gudrun Wohlrab und Ute Stender-Killguß vom Kulturinsel e.V. (v.l.), Ursel Beckmann (r.) moderierte die Konferenz Foto: ce

Stadtteilkonferenz: Freiwillige Wehr will mehr Einsätze

Hamburg. Zur 107. Bramfelder Stadtteilkonferenz waren 40 Bramfelder gekommen. Hauptthema des Abends war die Situation der Feuerwehr in Bramfeld. Dieter von Kroge von den Linken bemängelte: „In Bramfeld gibt es keine Wache der Berufsfeuerwehr. Wenn es irgendwo brennt, rücken die Einsatzkräfte aus anderen Stadtteilen an. Diese brauchen jedoch zwischen sieben und 13 Minuten bis zum Einsatzort. Und die Freiwillige Feuerwehr kommt immer weniger zum Einsatz.“
Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bramfeld, Sven Kasch dazu: „Im Februar wurde das Einsatzkonzept der Feuerwehr evaluiert. Früher war es so, dass zu jedem Brand ein Löschzug der Berufsfeuerwehr und einer der freiwilligen Feuerwehr gerufen wurde. Nun ist es so, dass wir immer mehr davon ausgeschlossen werden. Aus Kostengründen.“ Zum Beispiel gab es vor kurzem einen Brand, ein paar hundert Meter von der Wache entfernt. Die Berufsfeuerwehr hat zehn Minuten bis zum Einsatzort gebraucht. „Wir hätten nur eine Minute gebraucht. Trotzdem wurden wir nicht alarmiert.“ Befände sich eine Person in einem brennenden Gebäude, so Kasch weiter, müsse innerhalb von 13 Minuten mit Reanimationsmaßnahmen begonnen werden. „Ein weiteres Problem ist die dauerhafte Unterbesetzung der Berufsfeuerwehr. Um diese zu kompensieren, steht den meisten Wachen nur noch ein Löschfahrzeug zur Verfügung.“ Dennoch führte Sven Kasch aus: „Aus Sicht der Feuerwehr ist Bramfeld sicher. Trotzdem sollte auch die freiwillige Feuerwehr unterstützt werden, da wir häufig schon vor der Berufsfeuerwehr am Ort des Geschehens eintreffen können. Es sollte nicht um die Kosten gehen, sondern darum, Menschen so gut und schnell wie möglich zu retten.“
Eines der weiteren Themen war die Kulturinsel Bramfeld. Ute Stender-Killguß vom Verein Kulturinsel e.V. und Gudrun Wohlrab vom Stadtteilarchiv Bramfeld zum neuesten Stand: „Den ganzen Sommer hindurch wurde an der Satzung und dem Nutzungskonzept gearbeitet. Nun muss noch die Eigentumsfrage des Geländes geklärt werden.“ Ob es in private Hand geht, oder vom Bezirk verwaltet wird, muss noch geklärt werden. (ce)
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