„Quantensprung für Barmbek“

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Die Zinnschmelze lud ein und viele Barmbeker kamen zur Neubau-Eröffnung Foto: Dombert

Die „neue Zinnschmelze“ wurde feierlich eröffnet. Anbau kostete knapp vier Millionen Euro

Barmbek Die „neue Zinnschmelze“ wurde am vergangenen Freitag feierlich eröffnet. Hunderte interessierte Barmbeker waren ebenso vor Ort wie Politiker aus dem Bezirk, Senat und sogar dem Bund. Der knapp vier Millionen teure Umbau wurde mit Bundes- und EU-Mitteln unterstützt.
„Wir freuen uns auf noch mehr Möglichkeiten und können im Ganztagsbetrieb noch mehr Künstler, mehr Veranstaltungen und vor allem mehr Arbeitsplätze bieten“, so Dorothee Puschmann von der Zinnschmelze. Besonders stolz sei man auch über die finanziellen Zuwendungen aus dem Stadtteil selbst. So sind mehrere Tausend Euro von den Gewerbebetrieben für die Ausstattung gespendet worden. „Nun fehlt uns nur noch ein Klavier“, erwähnt sie zuversichtlich.

Größer, schöner, besser


Die Zinnschmelze ist um ein ganzes Stück gewachsen. Der Erweiterungsbau, ein multifunktionaler, mit Kupfer verkleideter Anbau, bietet auf drei Etagen und etwa 1.500 Quadratmetern Gesamtfläche ausreichend Platz für Veranstaltungssaal und Arbeitsräume. „Die Ansprüche unserer Gäste sind gewachsen – wir sind es jetzt auch“, so Sonja Engler, Geschäftsführerin des Barmbeker Vereins für Kultur und Arbeit e.V. Jetzt kann man die gewünschten Kooperation Schulen eingehen und hat einen festen Sitz für „LüttLiv“, die Gastronomie in dem denkmalgerecht sanierten Teil der Zinnschmelze.
Auch Berlin war zur Eröffnung in Barmbek vertreten. Gunther Adler, Staatssekretär für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, sprach von „Investitionen in gesellschaftlichen Zusammenhalt“ und wünschte der Zinnschmelze „Strahlkraft weit über die Grenzen Barmbeks hinaus“.
Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler freute sich darüber, dass „sich die ungleiche Entwicklung der Stadtteile mit der Fertigstellung der Zinnschmelze verringert hat“. Bezirksamtsleiter Harald Rösler erwähnte, dass „ohne Identifikation kein Engagement für den Stadtteil entstehen kann“ und lobte den „Quantensprung für Barmbek.“
Die Architektin der neue Zinnschmelze, Karin Loosen vom Architekturbüro LWR, philosophierte in ihrer Rede über Metalle und Legierungen. Schelmisch überreichte sie den Verantwortlichen aus Politik und Zinnschmelze ein Bronzemodell des neuen Baus, denn „wenn man Zinn und das Kupfer des neuen Daches vermischt erhält man – Bronze.“ Mit den von Karin Loosen erwähnten Zahlen bekommt man eine Vorstellung vom Umfang des Umbaus. So wurden 1.100 Quadratmeter Bruttofläche errichtet, 5.580 Arbeitsstunden in 18 Monaten Bauzeit geleistet, 1.560 Positionen für das Leistungsverzeichnis geschaffen – und 9.600 Becher Kaffee konsumiert, was besonders die benachbarte Gastronomie im Museum der Arbeit gefreut haben dürfte. (sdo)
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