Raffinierter Trickbetrug

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Von Maren Gebhardt-Bruderhausen

Es war Montag, der 20. März. Die 63-jährige Sabine J. stand unschlüssig vor einem Blumengeschäft in der Fuhlsbüttler Straße. Sollte sie ein Alpenveilchen mitnehmen? „Hier können Sie unbedenklich kaufen“, sagte ein junger Mann und gesellte sich zu ihr. „Es ist alles frisch.“ – So kamen sie ins Gespräch. „Übrigens kenne ich Sie“, fuhr der junge Mann fort, „ich sehe Sie öfter hier. Wohnen Sie in
der Nähe?“ Sabine J. nannte Straße und Hausnummer. „Wusste ich’s doch“, strahlte er, „ich wohne Nummer 18. Dann kann ich Sie ja noch ein Stückchen begleiten“, schlug er vor und gemeinsam setzten sie ihren Weg fort.

Das Gespräch kam auf die bevorstehende TV-Umstellung und der Mann erzählte von seiner Arbeit bei Saturn, und dass er sich alles im Personalverkauf besorgt habe. „Hätten Sie etwas gebraucht“, fragte er dann, „ich kann es noch günstig kriegen. Heute ist allerdings letzter Tag Personalverkauf.“
Sabine J. war interessiert. „Unter Nachbarn muss man sich doch helfen“, meinte er dann, notierte ihre Wünsche und versprach, die Geräte am Abend vorbeizubringen. Dann zückte er sein Portemonnaie und stellte fest, dass für den Einkauf zu wenig Geld vorhanden war. „Können Sie eine kleine Anzahlung leisten?“ bat er und Sabine J. gab ihm 10 Euro und bedauerte, nicht mehr in der Tasche zu haben; auch kein weiteres Kleingeld. Der nette Mann war zufrieden und weg.
Da plötzlich fiel es Sabine J. wie Schuppen von den Augen: Der Typ war ein Betrüger! Es stimmte. Die angegebene Hausnummer in ihrer Straße gab es gar nicht! Ein fieser Trick und 10 Euro Lehrgeld.

Sollten Sie angesprochen werden von diesem netten Mann, Hände weg. Denn auch 10 Euro können schmerzen!
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