Rock around the clock

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Wolfgang Thomas und Christa Heindorf-Bär moderieren die Sendung „Kurios, Kurios“ Foto: tal

Der Krankenhausfunk der Asklepios-Kliniken unterhält Menschen weltweit

Barmbek Den schwarzen Kopfhörer aufgesetzt, das Mikrofon direkt vor dem Mund, konzentrierter Blick – so steht Wolfgang Thomas am Sprecherpult im hellen Funkraum der Asklepios-Klinik in Barmbek. Langsam regelt der 67-Jährige die Musik runter und beginnt zu strahlen: „Willkommen bei unserer Sendung Kurios Kurios...“ Seit sieben Jahren ist der ehemalige Inhaber eines Elektrogroßhandels beim Krankenhausfunk dabei. Durch eine Freundin war er auf den Radio- und Fernsehsender der Asklepios-Kliniken aufmerksam geworden und war sofort begeistert. „Schon in meinen Zwanzigern habe ich mit dem Filmemachen begonnen und habe mich auch schon immer fürs Radio interessiert“, erzählt er, „da war die Tätigkeit beim Krankenhausfunk genau das Richtige“.

20 Jahre auf Sendung


19 Ehrenamtliche betreuen das 24-Stunden Fernseh- und Radioprogramm. Die Sendungen haben dabei eine große Bandbreite: Ob Wunschkonzert, Nachrichten aus Hamburg, Filme von ambitionierten Jungregisseuren, Informationen aus dem Krankenhaus oder kuriose Geschichten aus aller Welt – das Team des Radio- und Fernsehsenders denkt sich immer neue Formate für ihr Publikum aus, die dann teils live, teils vom Band gesendet werden. Den Zuhörern gefällt es. „Immer wieder kommen Patienten in unser Funkstudio in der Ladenpassage und erzählen uns, was sie an unserem Programm mögen“, berichtet Wolfgang Thomas. Bereits seit über 20 Jahren existiert der Sender auf Kanal 9. Gegründet wurde er von Dr. Peter Scheut-zowhat und seiner Ehefrau Barbara, die ein Radio für die Patienten im AK Barmbek schaffen wollten. Die Krankenhausleitung stimmte zu und bot eine ehemalige Gerätekammer als Sendekabine an, der Krankenhausfunk war geboren – mit Kassettenrekorder und Schallplattenspieler.

Technische Revolution


Im Laufe der Jahre schaffte die Klinik den ersten Computer an, der Fernsehsender kam dazu. Das Zielpublikum blieb dasselbe: „Wir senden hier für die Patienten, die zumeist 50 Jahre und älter sind. Daher stellen wir uns auch musikalisch auf die Zuhörer ein – also mehr Oldies als Disko“, erklärt Wolfgang Thomas. Die technische Ausstattung finanziert das Krankenhaus. „Wir sind stolz, unseren Patienten so einen Service bieten zu können und nutzen den Sender viel, um Informationen wie den Essensplan anzukündigen“, erklärt Karen Schäfer, Referentin für PR und Marketing der Asklepios-Kliniken. Kein anderer Krankenhausfunk bespielt 24 Stunden am Tag einen Radio- und einen Fernsehsender. Mittlerweile ist er über www.radio-regentrude.de weltweit zu hören.

Nachwuchs gesucht


Eins bereitet Wolfgang Thomas Sorgen: „Uns fehlt der Nachwuchs. Wir bräuchten jemanden, der Lust hat, sich mit der Übertragung des Senders ins Internet auseinanderzusetzen, aber auch neue Moderatoren und Redakteure wären toll. „Wer Lust hat kann sich direkt an uns wenden und auch gern mal vorbeikommen.“ Dann geht das Programm weiter. Wolfgang Thomas setzt seinen Kopfhörer auf: „Nun folgt ein Musikwunsch von Erika…“ (tal)
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