Rundgang durch Hohenfelde

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Dr. Sven Tode, Bürgerschaftsabgeordneter der SPD, vor seinem Büro in der Ifflandstraße. Foto: Grell
 
An der U-Bahnbrücke der Station Uhlenhorst geht es los quer durch Hohenfelde, einem Stadtteil, den Bürgerschaftsabgeordneter Sven Tode gut kennt. Immerhin hat auch er hier schon in der Güntherstraße gewohnt. Fotos: Grell

Mit Sven Tode unterwegs

Von Karen Grell
Hohenfelde. Sven Tode, der mit dem Abgeordneten Büro der SPD in der Ifflandstraße in Hohenfelde zu finden ist, kennt den Stadtteil wie vielleicht kein anderer.
Von dem Kontrast bei der Bebauung, den vielen verschiedenen Gesichtern der unterschiedlichsten Straßen und der Tatsache, dass Hohenfelde keinesfalls an der Lübecker Straße endet, hat Sven Tode jetzt bei einem Rundgang durch den Bezirk erzählt. Trotz einer halben Stunde verspätetem Abmarsches durch Hohenfelde, bedingt durch unendliche Parkplatzsuche, sieht es Sven Tode gelassen.
Es ist ihm wichtig, einen versteckten und auch teilweise unentdeckten Stadtteil so Nahe der Alster zu begehen und seine Vorzüge und Tücken darzustellen.
Was viele schon für St. Georg halten oder noch als Wandsbek bezeichnen ist ein ganz interessanter Stadtteil, in dem sich immerhin die wichtigste Schwimmhalle der Stadt, die Alsterschwimmhalle, befindet und ein einmaliger Kontrast bei Architektur und Wohnstrukturen zu sehen ist. Unser Fußmarsch beginnt direkt am Kuhmühlenteich unter der legendären U-Bahnbrücke, wohl eine der ältesten der Stadt, die direkt an der U3 Uhlandstraße liegt.
„Dort drüben ist schon Mundsburg“, erläutert der SPD-Abgeordnete die Lage unter der Bahnbrücke und dort hinten bereits Eilbek. Zunächst erscheint es ein überschaubares Stückchen Hamburg, kaum vorstellbar, dass wir in den nächsten zwei Stunden gerade einmal einen kleinen Teil dieses Stadtteils durchlaufen haben werden.
„Hier entlang geht es in den Graumannsweg, der dann an St. Georg anknüpft“, beschreibt Sven Tode eine der ersten Straße, die wir kennenlernen sollen. Hamburgs Sonnenresidenz, in der noch heute schicke Häuser sich abwechseln und die Bebauung sich gleichmäßig in Richtung Alster einreiht.
Es soll dort einmal eine Mädchenschule gegeben haben. Überhaupt habe Hohenfelde viele Schulen, darunter auch Hamburgs beliebteste Modeschulen und die Berufsschulen für Metallbauer und Servicekräfte im Restaurantbetrieb.
Die Straßen der großen Schreiber finden wir gleich rechts neben dem Kuhmühlenteich. Lessing, Uhland und Iffland erinnern an alte Zeiten und nicht nur sie, auch Häuser mit Hinweisen an 1884 weisen auf die Vergangenheit hin.
Wo einst die chinesische Botschaft residierte befindet sich heute in derselben Straße das finnische Konsulat. Was von außen wie eine regelrechte Häuserfront aussieht, habe innen wunderbare Gärten, beschreibt Tode die Idylle dieser Straßen, in denen tatsächlich viel mehr Vögel zwitschern als noch unter der Bahnbrücke. Blühende Vorgärten lassen uns für kurze Zeit vom Leben auf dem Land träumen und das mitten in der Innenstadt. Wir biegen rechts ab in die Güntherstraße und werden abrupt aus unseren Träumen gerissen. Nicht hässlich, aber doch ganz anders wirken die Gelbklinker aus den 50er Jahren. „Viel ist hier zerstört worden im Krieg“, bedauert der Abgeordnete, der selber einmal hier in der Straße gewohnt hat. Dennoch geschmackvoll und nicht ohne Reiz steigen hier auch ein paar Hochhäuser in den Himmel auf. Von den oberen Etagen aus könne man hier sogar von einer günstigen Wohnung aus dem sozialen Wohnungsbau aus, die Alster überblicken. Kaum zu vermuten, denn keines dieser Häuser wäre von der Alster aus je sichtbar. Am Ende der Straße kommen wir zum Wohnkomplex Pflegen und Wohnen mit sozialpädagogischer Unterstützung für Aussiedler. „Hier bräuchten wir dringend mehr Angebote für Jugendliche und vor Allem einen neuen Jugendtreff“, betont Tode, der sehr bedauert, in einem Stadtteil, in dem jeder zehnte unter 18 Jahren alt ist, keinen ansprechenden Ort aufweisen zu können, wo Jugendliche sich treffen können. Bisher gäbe es eine Notlösung mit unterschiedlichen Unterbringungen, doch das sei keine Dauerlösung.

Wo rechts Autowerkstätten neben den Bahngleisen zum Kleingewerbe des Ortes gehören, liegen links die Gärten der Häuserzeilen mit anschließendem Spielplatz. „Jetzt sind wir am ärmsten Teil Hohenfeldes angekommen“, kommentiert der Politiker ein paar Gelbklinker mit vernachlässigten Fassaden. Direkt angrenzend die Lübecker Straße. Doch wer denkt, hier sei Hohenfelde zu Ende, der liegt komplett falsch. Auf der anderen Seite geht es erst so richtig los. Dort liegen die wohl interessantesten Berufsschulen der Stadt mit einem riesen Komplex für die Auszubildenden im Restaurantbetrieb und den Köchen und einem „Total engagierten Schulleiter“, schwärmt Sven Tode, bei dessen Erläuterungen sofort klar wird, das sein besonderes Engagement den Jugendlichen und ihrer Zukunft und dem Weiterkommen der Familien gilt. An der legendären Alsterschwimmhalle vorbei, in der auch Sven Tode gern seine Runden dreht, stehen wir vor dem Mütterzentrum, das in Kürze in neue Räume umziehen soll. Wo einst die Grundschule Ifflandstraße ihre Räume besaß, die inzwischen abgerissen wurden, soll jetzt mit 400 Wohneinheiten neuer Raum geschaffen werden. Jeweils ein Drittel fällt dabei auf den freien Wohnungsmarkt, den sozialen Wohnungsbau und Eigentum.
„Die Sporthalle konnten wir retten“, freut sich Tode, der weiß, wie wichtig Bewegung heute für die Kids ist, die lange in der Schule sitzen müssen und auch in ihrer Freizeit viele Stunden ohne Bewegung verbringen. Der Jugendtreff Hohenfelde ist vorübergehend hier im Mütterzentrum untergebracht, sucht aber dringend neue Räume. Die Kita im selben Haus ist zweisprachig und im Schottweg angelangt hat Sven Tode gleich die nächste Geschichte parat. Sein Kollege Wolfgang Rose hätte dazu beigetragen ein wirklich schönes Gebäude zu erhalten, das lange Zeit über besetzt gewesen sei. Neben den zwei Kitas in Hohenfelde gibt es auch einen ganz besonderen Spielplatz, der von einem Verein bewacht wird und Müttern die Möglichkeit bietet für ein paar Cent ihre Kinder hier in gute Hände abzugeben. Wir sind wieder in der Ifflandstraße Nummer 85, dem Büro von Sven Tode und seinem Team. Über zwei Stunden durch Hohenfelde beweisen, dass hier ein ganz engagiertes Stück Hamburg seinen Platz hat und es auf jedem Fall wert ist in all seiner Schönheit und Verschiedenheit erlebt zu werden. Man muss ihn nur entdecken wollen, vergessen kann man ihn sicherlich nicht wieder. (kg)

Abgeordnetenbüro Sven Tode, Ifflandstraße 85, Telefon: 61 19 83 12,
Öffnungszeiten Montag bis Freitag 10 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr,
jeder dritte Mittwoch im Monat Mietersprechstunde 16 bis 18 Uhr mit Anmeldung,
8. Mai 17 bis 18.30 Uhr nächste Bürgersprechstunde
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