Sanierung in Gefahr?

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Das Museum der Arbeit braucht Unterstützung durch Politik und Behörden für notwendige Sanierungen.Foto: hfr

Museum für Arbeit: Stiftungsreform schafft Verunsicherung

Barmbek. Auf Irritation und Unverständnis im Museum der Arbeit (MdA) treffen aktuelle Pläne der SPD-Bürgerschaftsfraktion über die Umstrukturierung der Stiftung Historische Museen, zu der auch das Museum der Arbeit gehört. Seit einem Jahr ist bekannt, dass die SPD in der Bürgerschaft neue Pläne für die Stiftung hat. „Die Stärkung des Kernbereichs ist das Ziel der Reform“, sagt Gabriele Dobusch (SPD), Fachsprecherin für Kultur.
Ein offener Brief vom Personalrat der Stiftung Historische Museen Hamburg legt die prekäre Situation offen, in der viele Stiftungsmitarbeiter zurzeit stecken.
In der Stiftung Historische Museen sind seit 2008 das Museum der Arbeit, das Helms-Museum (Harburg), das Altonaer Museum, das Bergedorfer Museum und das Museum für Hamburgische Geschichte. Die Pläne aus den Reihen der SPD sehen vor, das Helms-Museum, das Rieck Haus und das Bergedorfer Museum aus der Stiftung auszugliedern. „Die Herauslösung einzelner Standorte aus dem Verbund ist aus inhaltlicher, organisatorischer und finanzieller Sicht nicht sinnvoll“, sagte dazu Prof. Dr. Kirsten Baumann, Direktorin des Museums der Arbeit, bereits im vergangenen Jahr. Die Zukunft der Stiftung wird mit der geplanten Reform zunehmend ungewiss. Nachdem die Stiftung Historischer Museen seit ihrer Gründung bereits zweimal von der Stadt entschuldet wurde, ist die finanzielle Situation auch weiterhin prekär. Sparauflagen der Kulturbehörde von 1,3 Millionen Euro beeinträchtigen den Handlungsspielraum der Stiftung, womit auch das Museum der Arbeit in Barmbek an seine Grenzen stößt. „Das Museum der Arbeit ist eine unverzichtbare Kultureinrichtung im Bezirk Hamburg-Nord“, stellt Michael Werner-Boelz, Bezirksfraktionsvorsitzender der Grünen, klar und fordert in Zukunft eine ausreichende finanzielle Ausstattung des MdA. Er stellt große Erwartungen an die Kulturbehörde.
„Der Stiftung Historische Museen Barmbek wurde von der Politik signalisiert, dass die Herauslösung von Standorten aus der Stiftung keine negativen finanziellen Auswirkungen haben wird“, sagt Jan Haack, Pressesprecher der Stiftung. Haack wünscht sich für die Zukunft mehr Unterstützung durch Politik und Behörden. „Wir wollen in Barmbek nicht zu kurz kommen“, erinnert er und meint damit notwendige Sanierungen am MdA. (mt).
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