„Schule in Frieden lassen“

Anzeige
Schulsenator Ties Rabe und Sven Tode (SPD) mit Publikum Foto: Müller

Klönschnack mit Senator Ties Rabe auf dem roten Sofa

Hamburg. Etwa 25 Gäste kamen am Montag Abend zum „Barmbeker Klönschnack auf dem roten Sofa“. Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Sven Tode hatte in sein Büro eingeladen, um das Thema „Schulfrieden in Hamburg?!“ näher zu beleuchten.
Zu einer echten Debatte kam es allerdings nicht. Statt dessen wurden einige Fragen gesammelt und Schulsenator Ties Rabe (SPD) arbeitete diese in einem Monolog ab.
„Lehrer haben morgens Recht und nachmittags frei“, zitierte Sven Tode einen bekannten Spruch und brachte gleichzeitig seine Bewunderung für den „ungüngstigsten“ aller Ministerposten zum Ausdruck. Im Verlauf des Abends wurde klar, was gemeint ist: Die Schule und damit der Posten des Schulsenators vereint viele Themen und schafft noch mehr Interessenkonflikte. Die Diskussion um G8 und G9, das laufende Volksbegehren, Wlan (drahtloses Internet) an Schulen, Inklusion, Investitionen und Salafismus sind nur einige der Aspekte, mit denen sich der Schulsenator konfrontiert sieht. Laut Ties Rabe sei das Wort „Schulfriede“ überstrapaziert und man solle erreichen, dass die Schulen nach den Reformen „in Frieden gelassen werden“. So überrascht es auch nicht, dass er sich für das Schulsystem, das jetzt stabil stehe, wünscht: „Dass wir die Dinge im System verbessern und nicht erneut das System an sich ummodeln.“ Als Beispiel nannte er seine eigene Schulzeit: „Mein Englischunterricht war widerlich, da hat G9 auch nichts gebracht.“
Er begrüßte ausdrücklich, Wlan an den Schulen einzuführen, da dieses mittlerweile selbstverständlich geworden sei und die Schulen mit dem Stand der Technik mitgehen sollten. Auch „ja zur Inklusion am Gymnasium“ und gerne „eine Abiturquote von 100 Prozent“ solle man anstreben, wobei „die Hürde aber anspruchsvoll“ bleiben müsse.
Resümee des Abends: Vielen der Anwesenden reichten die Antworten des Schulsenators nicht. Und so blieb letztlich die Frage ungeklärt, ob und wann ein Schulfrieden erreicht werden kann. (gm)
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
392
Michael Kahnt aus Barmbek | 06.10.2014 | 10:17  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige