Sicherheit auf Krausestraße geht voran

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Sina Wallstabe vom LSBG mit den Zuhörern Foto: Timm/wb

Behörde informiert über Umbaupläne und sammelt Ideen von Bürgern. Baustart für 2018 vorgesehen

Barmbek/Wandsbek Die Überplanung des Straßenzugs von der Krause- bis in die Hammerstraße ist einen kleinen Schritt vorangekommen. In einer öffentlichen Planungswerkstatt in der Stadtteilschule an der Krausestraße diskutierten Nachbarn mit drei Fachfrauen vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) und dem beteiligten Ingenieurbüro. Die Szenerie ist ziemlich eindeutig: Auf der Krausestraße fahren Autos und Motorräder in zwei Spuren (nur eine ist markiert), einen Mittelstreifen gibt es nicht. Radfahrer kommen hier überhaupt nicht durch, sie weichen immer wieder auf den Fußweg aus. Aber auch der ist nicht besonders breit – Bäume wachsen und geparkte Autos machen den Weg zusätzlich unübersichtlich. Die Planungswerkstatt in der Stadtteileschule Barmbek hatte noch einen zweiten Schwerpunkt: die große Kreuzung vor dem S-Bahnhof Friedrichsberg. Wie kann der Radverkehr zukünftig über dieses große Areal geführt werden? Planerin Tanja Windhorst stellte zunächst die Ziele heraus: Die Führung des Radverkehrs solle vereinheitlicht, die Velo- und Freizeitrouten eingebunden, der Verkehrsfluss verbessert, die unechte Vierstreifigkeit in der Krausestraße aufgehoben, Bäume erhalten oder nachgepflanzt und die Beläge der Straße und der Fußwege erneuert werden. Beginnen sollen die Bauarbeiten 2018. Zwei Punkte wurden noch klargestellt: Für die Bauarbeiten kann die Strecke nicht komplett gesperrt und die Verkehrsbelastung mit der Beplanung nicht reduziert werden, weil es sich um eine Hauptachse handelt. Der zweite große Schritt der Veranstaltung war eine Planungswerkstatt. Die rund 60 erschienenen Nachbarn hatten die Möglichkeit, zur Gestaltung der Krausestraße und zum Platz am S-Bahnhof Ideen zu entwickeln. Tanja Windhorst, Käthe Fromm (LSBG) und LSBG-Projektingenieurin Sina Wallstabe fungierten als Moderatorinnen. Schulleiter Bernd Tißler etwa bemerkte, wenn seine Schüler auf die Krausestraße hinausgingen, träfen sie auf dem Bürgersteig direkt auf Radfahrer. In der Diskussion stellte sich schnell heraus, dass die Planerinnen an Regelmaße gebunden sind, die das Gesetz vorschreibt. „Wir kommen mit Regelmaß aber nicht weiter“, meinte ein Mann aus dem Publikum. Käthe Fromm erklärte, der Wunsch, die vorgesehenen Radstreifen rot einzufärben, lasse sich nicht verwirklichen, weil die Farbe nicht lange auf dem Asphalt sichtbar bleibe. Zuletzt erfolgte die Präsentation des Planungsstands. Tanja Windhorst betonte, das gesamte Gebiet solle barrierefrei werden. Der Überlegung, am S-Bahnhof Friedrichsberg einen Kreisverkehr zu etablieren, erteilte die Fachfrau eine Absage: Die Verkehrsfluktuation sei zu hoch. Diskussionen gab es um die Frage, wie der Radverkehr über die Kreuzung geführt werden kann. Entscheidend für die Planung: Hamburg muss Flächen kaufen, wenn sie realisiert werden soll – nur so kann ein regelgerechter Querschnitt in der Krausestraße hergestellt werden. Wenn die Stadt keinen Streifen von ein bis zwei Metern erwerben kann, müssen Parkplätze oder Bäume weichen. Wie geht es weiter? Im September will man wieder in die Ausschüsse der Bezirksversammlungen gehen und die Öffentlichkeit beteiligen. Anfang 2017 folgt die Schlussverschickung der Unterlagen, dann Leitungs- und Bauarbeiten (2018), in drei Jahren soll alles fertig sein. (fbt/wb)
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1 Kommentar
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Horst Holl aus Winterhude | 09.06.2016 | 09:56  
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