Sinnvolle Kanalarbeit

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Schüler interviewen Ralf von de FleetenkiekerFoto: Stadtteilwelt

Eine Zwölfjährige über „de Fleetenkieker“

Von Stadtteilweltreporterin Sophia Wolf (12 Jahre)
Barmbek. Was sucht ein neuer Schlitten im Osterbekkanal? Diese Frage bleibt wahrscheinlich immer unbeantwortet. Aber klar ist, wer ihn rausholt: die Fleetenkieker.
Die Fleetenkieker sind eine ehrenamtliche Gruppe von Umweltschützern, die meist schon im Ruhestand sind. Wenn man in früheren Jahren nicht besonders umweltfreundlich war, kann man so etwas wieder gut machen, meint Ralf, einer von ihnen. Sie haben ihren Standort am Osterbekkanal und räumen den Müll aus den Kanälen, der Alster und dem Stadtparksee. Einmal am Tag, außer Mittwoch, fahren sie 1,5 – 3 Stunden mit ihren Booten „Zitronenjette“ und „Aalweber“ ihr Revier ab. Ralf hat vor ein paar Wochen tatsächlich einen Schlitten geborgen, aber hauptsächlich holen sie Flaschen raus – besonders häufig, wenn Jugendliche Partys gefeiert haben, zum Beispiel am Stadtparksee. Trotzdem haben die Fleetenkieker nichts gegen Jugendliche, denn es sind ja nicht alle so. Viele Jugendliche helfen sogar, denn nach Anmeldung können Schulklassen und andere Jugendgruppen mitfahren. Die lernen dann auch, dass sich Plastikflaschen nach einiger Zeit zersetzen. Ein Schwan ist zum Beispiel daran gestorben. Der dachte, sein Magen ist gefüllt, dabei waren das nur zersetzte Plastikteilchen. um Glück hat sich der Grad der Verschmutzung in den letzten Jahren positiv verändert.
Einige Leute behaupten sogar, dass man in der Alster schon wieder schwimmen kann. Ich persönlich würde das ja nicht machen. Ich finde die Arbeit der Fleetenkieker, die sich über Spenden finanzieren, trotzdem sehr sinnvoll. defleetenkieker
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