SPD hilft im neuen Kreisel

Anzeige
Achtung Autofahrer: abgesenkte Bordsteine bedeuten „Vorfahrt achten!“, weiß Carsten Heeder Foto: Hertel

Gründgensstraße: Bezirksabgeordneter Heeder bringt Flyer heraus

Von Michael Hertel
Steilshoop
Wie man korrekt in einen Kreisverkehr ein- und wieder herausfährt, was eine abgesenkte Bordsteinkante für die Vorfahrtsregelung bedeutet, wie sich Autofahrer gegenüber Fußgängern und Radfahrern verhalten sollen und wo geparkt werden darf – das alles können Steilshooper Verkehrsteilnehmer jetzt bei der SPD lernen. Der Steilshooper SPD-Chef und Abgeordnete der Bezirksversammlung Wandsbek, Carsten Heeder (41), bringt jetzt einen Flyer mit Tipps für den Straßenverkehr heraus. Originalton: „Kreisverkehr – hineinfahren: Nicht blinken. Auf Fußgänger am Zebrastreifen achten. Fahrzeuge im Kreisel haben Vorfahrt ...“

Kritik an Busprogramm


Den vierseitigen Flyer in Farbe, Auflage 5000 Stück, will Heeder in den nächsten Tagen zusammen mit einigen Genossen am SPD-Infostand verteilen oder bei den Steilshoopern in die Briefkästen stecken. Hintergrund der Aktion sind kritische Stimmen zu der in Steilshoop umgesetzten Busbeschleunigung.
Dabei hat man – wie mehrfach im Wochenblatt berichtet – die Gründgensstraße von vier auf zwei Autospuren verengt, außerdem wurden Ampelkreuzungen durch Kreisverkehre ersetzt und einige Zebrastreifen versetzt oder ersatzlos gestrichen. Heeder: „Viele fühlen sich durch den Umbau überrascht und müssen sich erst an die veränderte Verkehrsführung gewöhnen.“ Das Projekt sei aber nicht im stillen Kämmerlein ausgetüftelt worden.

„Menschen an Kreisverkehr gewöhnen“


Im Gegenteil: „Der Umbau entspricht genau den Plänen, die vor Beginn der Maßnahmen ausreichend kommuniziert wurden“, erklärt der Sozialdemokrat. Dennoch hat Heeder auch Schwachpunkte ausgemacht: „An Kreisverkehre müssen sich die Menschen erst wieder gewöhnen. Viele haben vergessen, dass die Fahrzeuge im Kreisel Vorfahrt haben.“ Ähnlich sieht es bei der Aufpflasterung von Querstraßen zur Gründgensstraße aus: „Wer aus einer dieser Querstraßen über den abgesenkten Bordstein in die Gründgensstraße einbiegen will, muss die Vorfahrt achten – auch wenn dort kein Verkehrszeichen steht“, weiß Heeder.
Sein Fazit: „Die Steilshooper Straßen sind durch die Busbeschleunigung nicht unsicherer geworden.“ Das belegten auch erste Unfallzahlen ein halbes Jahr nach Beendigung der Bauarbeiten.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige