Spielplatz Alter Wöhr eröffnet

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Zur Eröffnungsfeier lud Harald Rösler, Bürgermeister für Hamburg-Nord, zum Eisessen ein. Auch Sheila Tagoe und ihr Sohn Gabriel (3) ließen es sich schmecken Foto: Busse
 
Mia Cook freut sich mit Villum (6) und Nynne (1) über den großen Spielplatz in Wohnortnähe. Vor einem Jahr ist sie mit Mann und drei Kindern ins Stadtparkquartier gezogen Foto: Busse

3.600 Quadratmeter große Anlage zum Austoben

Von Christina Busse
Barmbek
Viele kleine und große Barmbeker waren am Donnerstag zur Eröffnung des neuen Spielplatzes an der Alten Wöhr gekommen. „Eine besonders schöne Aufgabe“, so Bezirksamtsleiter Harald Rösler zur Einweihung der in sechs Monaten Bauzeit entstandenen Spielfläche. Sie ergänzt das Neubauviertel auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Gleichzeitig wurden eine grüne Wegeverbindung zum Stadtpark geschaffen sowie ein Bolz- und Basketballplatz angelegt. „Das rund 1.300 Wohnungen umfassende Stadtparkquartier, das seit 2010 im Entstehen ist, hat sich als beliebte Adresse erwiesen“, stellte Rösler fest und betonte gleichzeitig, dass die 3.600 Quadratmeter Spielplatz einer Fläche von fast 400 Wohnungen entsprächen. Die Planungen zur Gestaltung des „Open-air-Kinderzimmers“ hatten unter Beteiligung der Anwohner stattgefunden. „Die Leute wünschten sich vor allem Angebote für die älteren Kinder, weil es in den Höfen der Wohnanlagen bereits Spielplätze für die Kleinkinder gibt“, erläuterte Katrin Klandt, die im Fachbereich Stadtgrün des Bezirksamtes Hamburg-Nord für die Planung zuständig war. So stand schnell fest: „Hier muss was zum Austoben hin!“ Neben Sitzkarussell und Sandspielbereich, in dem einen halben Meter tief gebuddelt werden kann, finden sich ein Seilklettergerät mit Rutsche, eine drei Meter hohe Doppelschaukel und ein hohes Stufenreck. Eine Balancierstrecke aus Holzstämmen und -blöcken führt durch die verschiedenen Spielbereiche und mündet in eine fest installierte Slackline. Eine große Rasenfläche soll zum freien Spiel einladen – das frisch ausgetriebene Grün brauche noch etwa zwei Wochen, bis es bespielt werden könne, so Klandt. Bereits voll einsatzfähig ist der Bolz- und Basketballplatz mit seiner Oberfläche aus blauem Kunststoff. Die verschiedenen Spielbereiche auf der insgesamt 6.500 Quadratmeter großen Anlage werden durch ein Wegenetz miteinander verbunden, das auch als Roller- und Laufstrecke dienen kann und wurden um einen Picknickplatz ergänzt. Nicht unumstritten war das Abholzen des alten Baumbestands im Zuge der Überplanung. Zukünftig sollen bereits neuangepflanzte Bäume einen grünen Rahmen bilden.„Das wird sicher ein Treffpunkt im Quartier“, zeigte sich eine junge Mutter zuversichtlich. „Es ist toll, so einen großen Spielplatz in der Nähe zu haben“, meinte auch Mia Cook. Die gebürtige Dänin ist vor einem Jahr mit ihrem Mann und den Kindern Villum (6), David (4) und Nynne (1) in das Neubauquartier gezogen: „Mein Sohn geht hier in die Kita, auch von dort aus wird der Spielplatz genutzt.“ Die Aufmerksamkeit von David und Villum galt bei der Eröffnung aber noch etwas ganz anderem. „Die 500.000 Euro für so einen Kinderspielplatz kann man nicht vom Taschengeld bezahlen“, erklärte Rösler und verriet „ein kleines Geheimnis“. Mit den Worten: „Wenn wir einen Spielplatz planen, achten wir darauf, dass am Ende immer noch ein ganz kleiner Betrag übrig bleibt, damit wir den Kindern bei der Einweihungsfeier ein Eis spendieren können“, gab er die Bahn frei zum Eiswagen, der an diesem Tag ausnahmsweise neben dem Klettergerät parken durfte.
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