Spielplatz Hartzlohplatz bald mit neuem Gesicht

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Bezirksamt setzt bei der Umgestaltung auf Bürgerbeteiligung

Barmbek. Schon lange wird der Spielplatz am Hartzlohmarkt kaum noch genutzt – zumindest nicht zum Spielen. Im Rahmen der Quartiersentwicklung Barmbek-Nord soll der große Platz mitten im Grünzug nun komplett neu gestaltet werden. Was in der großen Politik nicht immer klappt, soll hier praktiziert werden: Bürgerbeteiligung. Zu diesem Zweck lud das Bezirksamt Nord, Abteilung Stadtgrün, Interessierte Anwohner und vor allem Eltern künftiger Nutzer ein, um sich an der Planung der Ausstattung zu beteiligen.
Allerdings konnten Gisela Speitel und Mathias Buller vom Stadtgrün-Amt bereits einen komplett entwickelten Entwurf vorweisen: „Der Platz ist stark verschattet und so gut wie nicht einsichtig. Deshalb werden wir viel Buschwerk entfernen“, erklärt Gisela Speitel. Der Zaun werde erneuert und die Pforten bekommen kindersichere Schlösser. Im Mittelteil des Spielplatzes soll eine große Kletter-Kombination mit Netzen, Seilen und einem Kletterfelsen. Eine drei Meter hohe Doppelschaukel soll ein weiterer Höhepunkt für die größeren Kinder sein. Auch an die Kleinkinder wurde gedacht: Sie können in dem Teil des Platzes spielen, der am zukünftigen Markt-Café grenzt – mit Korbschaukel, Spieltisch, Wippe und Federtieren. Der Bolzplatz wird ebenfalls erneuert, mit Fußballtoren und Basketballkörben. Zwei Picknick-Tische und Bänke sind ebenfalls geplant. 426.000 Euro stehen für die Spielplatz-Sanierung bereit. Spätestens im kommenden Sommer soll er bespielbar sein.
Die anwesenden Eltern ließen sich den Entwurf erläutern und hatten das Ein oder Andere einzuwenden. Einer Mutter gefiel es nicht, dass die zwei bestehenden Hügel entfernt werden. „Die könnte man doch gut integrieren.“ Ein Vater plädierte dafür, dass es keine Bänke geben soll, weil diese doch abends nur von Alkohol trinkenden Jugendlichen und Erwachsenen genutzt würden. Diesen Einwurf versuchten die Beamten zu entkräften: „Wenn der Spielplatz transparenter ist, werden sich die Jugendlichen hier nicht mehr verstecken wollen“, so Buller. „Es könnte etwas ausgefallener und kreativer sein“, meinte Frank Reinhard. Der zweifache Vater wünscht sich einen Themen-Spielplatz. So etwas gebe es aber schon im Stadtteil. „Wir haben darauf geachtet, was es hier in der Umgebung noch nicht gibt. Deshalb wollen wir hier den Schwerpunkt auf die Kletteranlage für die älteren Kinder legen“, verteidigt Gisela Speitel ihr Vorhaben. (sl)
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