Sprachrohr der Senioren

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Ein Leben lang engagiert: Ursula Preuhs (81) ist seit 1997 ehrenamtliche Vorsitzende des SeniorenBeirats Hamburg-Nord.Foto: sl /hfr

Neuwahl der SeniorenBeiräte im Frühjahr

Hamburg-Nord. Vieles hat der SeniorenBeirat mit seiner Arbeit schon erreicht, auch wenn die derzeitige Vorsitzende, Ursula Preuhs, nicht gerne allein die Lorbeeren dafür ernten möchte. 20 barrierefreie Bahnhöfe in Hamburg – dafür hat der Beirat lange gekämpft, genauso wie für Einzelzimmer in Pflegeheimen. „Aber wenn etwas passiert, war es entweder der Senat, die Bürgerschaft oder die Wirtschaft“, erklärt sie. Bei solchen Sachen will es jeder gewesen sein. Eines stehe jedoch fest: „Wir legen den Finger in die Wunde und geben Anstöße, immer wieder.“ Die Schließung von Seniorentreffs, Barrierefreiheit und Altersarmut stehen unter anderem auf der Agenda des SeniorenBeirats. „Ich sehe mich vor allem als Sprachrohr für die Senioren, die nicht viel Geld haben.“ Viele Frauen sind im Alter arm, weil sie weniger Rente kassieren. „Aber meine Generation jammert nicht. Diese Frauen haben gelernt, zu sparen und zu haushalten“, sagt die gelernte Krankenschwester.
Nun ist es wieder soweit: Im Frühjahr werden die sieben Bezirks-SeniorenBeiräte und der Landes-SeniorenBeirat in Hamburg neu gewählt. Und dafür werden Seniorinnen und Senioren gesucht, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren und die Interessen der älteren Generation gegenüber Politik, Verwaltung und in der Öffentlichkeit zu vertreten.
Die bisherigen SeniorenBeiräte haben vier Jahre lang sehr erfolgreiche Arbeit geleistet, alles ehrenamtlich, parteipolitisch neutral und konfessionell unabhängig.
Der Stellenwert der älteren Generation in der Gesellschaft könne auch daran abgelesen werden, dass die Bürgerschaft jetzt ein SeniorenMitwirkungsGesetz beschlossen hat, das die bisherige Senatsanordnung von 1979 abgelöste, resümiert Helmut Krumm, stellvertretender Vorsitzender im SeniorenBeirat Nord.
Diese Beispiele zeigen, dass die SeniorenBeiräte eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft wahrnehmen können. Um in einem dieser SeniorenBeiräte mit zu arbeiten, gibt es verschiedene Wege und Möglichkeiten:
Basis im Bezirk Hamburg-Nord ist die SeniorenDelegiertenVersammlung Nord. Wie bisher kann sich jede Einrichtung und jede Organisation aus dem Bezirk, in der Seniorenarbeit geleistet wird, im Bezirksamt Nord melden und dann einen Senior als Delegierten entsenden. Dies gilt auch für alle Gruppen, in denen Senioren mit Migrationshintergrund organisiert sind, und die besonders aufgefordert sind, sich zu beteiligen.
Weiterhin gibt es jetzt die Möglichkeit, dass jeder Senior ein Delegierter werden kann, der von 20 Senioren mittels einer Unterschriftenliste unterstützt wird und sich damit im Bezirksamt Nord meldet. Einzige Voraussetzung im Sinne des Gesetzes ist, dass man als Senior mindestens 60 Jahre alt ist und im Bezirk Nord wohnt. Das gilt auch für die Unterstützer.
Die Meldung als Delegierter muss bis zum 15. Februar erfolgen. Am 10. April findet dann die konstituierende Sitzung der SeniorenDelegiertenVersammlung im Bezirksamt Nord statt, auf der der Vorstand mit Vorsitzendem und zwei Stellvertretern gewählt wird. Darüber hinaus werden elf Delegierte als Mitglieder für den Bezirks-SeniorenBeirat Nord gewählt.
Auf der konstituierende Sitzung des BSB Nord Anfang Mai 2013 wird neben dem Vorstand auch der Vertreter für den Landes-SeniorenBeirat Hamburg gewählt. (sl/ba/hfr)

Kontakt zum SeniorenBeirat Nord: Tel.: 040 - 42804 2065 oder per E-Mail: bsb-nord@lsb-hamburg.de
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