Stadtpark-Lust in Buchform

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Sie lieben den Stadtpark bei jedem Wetter und haben davon in Geschichten erzählt: Die Autoren Michaela Mikolai (von links), Inga Sawade, Peter Schütt und Margret Silvester. Der Sammelband ist pünktlich zum Stadtpark-Jubiläum erschienen. Foto: ag/hfr

Autor Peter Schütt hat Anthologie zum 100-jährigen Park-Jubiläum initiiert

Von Anne Gemeinholzer
Barmbek. Spaziergänge im üppigen Grün, geteilte Freude am Planschbecken, Picknicks auf der großen Wiese, Sternen-Spektakel und weithin hörbare Freilichtkonzerte: Für all dies lieben die Hamburger ihren Stadtpark. Zum 100-jährigen Jubiläum in diesem Jahr initiierte der Winterhuder Autor Peter Schütt eine Anthologie mit Stadtpark-Geschichten befreundeter Autorinnen und Autoren. Der Band ist im Neumünsteraner von Bockel Verlag erschienen und ab Ende März im Buchhandel erhältlich.
Überschrieben ist das Werk „... und am siebten Tag schuf Hammonia den Stadtpark ...“ und um Müßiggang und Freizeitfreuden in Hamburgs „Bürgerpark“ – in Fakt und Fiktion – ranken sich auch die Geschichten bekannter und weniger bekannter Autoren. „Zur Hälfte sind es Liebesgeschichten“, sagt Peter Schütt. „Wer hat nicht schon einmal im Stadtpark geknutscht?“, ergänzt Autorin Margret Silvester verschmitzt.
Wie sie sind auch viele der anderen Autoren mit dem „Waschhaus“ am Wesselyring unweit des Stadtparks verknüpft, wo der Schriftsteller Schütt regelmäßig Autorenworkshops und Lesungen veranstaltet.
In diesem Kreis entstand 2008 die Idee, das Stadtparkjubiläum mit einer Buchveröffentlichung gebührend zu würdigen. Der 234 Seiten starke Band ist laut Peter Schütt, der selbst auch im Stadtpark-Verein engagiert ist, bislang die einzige geplante Veröffentlichung zum Park-Jubiläum. Die Drucklegung der Neuerscheinung mit einer Startauflage von 500 Exemplaren unterstützten lokale Unternehmen und Institutionen.
In dem Band finden sich Kurzgeschichten und Gedichte ebenso wie Beiträge zur Historie und den literarischen Zeugnissen des Stadtparks, der etlichen, gerade „demokratischen und sozial engagierten Autoren als Schauplatz und Bezugspunkt für ihre literarischen Entwürfe“ diente, wie Peter Schütt im Beitrag „Stadtpark – Literarisch“ schreibt.
Auch wenn die 30 Autoren, allesamt bekennende „Stadtparker“, sehr individuelle Zugänge und Blickwinkel gewählt haben, schildern sie doch oftmals nahezu identische Wahrnehmungen. Und Seite für Seite formt sich ein Gesamtbild: So ist der Stadtpark für die hanseatischen Städter von Beginn an ein Raum nicht nur für Freizeit, sondern auch für Lebensinhalte. „Der Stadtpark ist wirklich ein Volkspark“, resümiert Peter Schütt, „er ist für die Menschen da.“
Und für die unterschiedlichsten Bedürfnisse: „Der Stadtpark hat immer so eine Weite: Selbst wenn dort unheimlich viele Leute waren, war es nie voll“, erinnert sich Autorin Inga Sawade. „Er ist grün und üppig im Sommer. Es ist nicht einfach nur Spazierengehen dort“, erklärt Margret Silvester. „Am schönsten finde ich immer den Duft von den Büschen und Bäumen“, sagt Autorin Michaela Mikolai. „Ich weiß, dass der Stadtpark für viele Medizin ist: Er ist eine Wohltat für die Seele und wirkt lebensverlängernd – wie ein Haustier.“ (hfr)
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