Stadtparkquartier-Nachbarn im Einsatz

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Katrin Knopp (39), Anwohnerin und Initatorin der Aktion: Wenn viele Anwohner und Freunde weiterhin mit anpacken, kann das schöne Bachtal erhalten bleiben Foto: mbs

Dem Knöterich am Bachlauf Alte Wöhr ging es an den Kragen

Barmbek Am Bachlauf Ecke Alte Wöhr/Saarlandstraße herrschte am vergangenen Sonnabend reges Treiben. Es wurde gejätet und gerupft, geschnitten und gestapelt. Anwohner und Freunde befreiten das Bachtal vom wild wuchernden japanischen Knöterich. Der japanische Staudenknöterich ist eine sehr schnellwüchsige, wuchernde, sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze. Bis zu zehn Zentimeter pro Tag kann sie wachsen. Der Knöterich sieht ansehnlich aus mit seinen grünen großen Blättern, bedroht aber in Barmbek den Bachlauf am Stadtpark und andere dort wachsende Pflanzen. Katrin Knopp (39) ist Anwohnerin und entdeckte das wuchernde Gewächs zufällig mit einer Freundin, die sich mit Pflanzen bestens auskennt. Heike Mues (39) ist Landschaftsarchitektin und arbeitet bei der Behörde für Umwelt und Energie in Hamburg. „Katrin und ich gingen eines Tages hier am Bachtal spazieren, als ich den Knöterich entdeckte und ich auf diese stark wuchernde Pflanze aufmerksam machte. Der Knöterich sieht zwar schön aus, bedroht aber durch ihr schnelles Wachstum, andere Pflanzen und Tierarten.“ Katrin Knopp erkundigte sich beim Bezirksamt. Sie erhielt die Erlaubnis den Knöterich am Bachtal zu entfernen. „Ich dachte mir, ich starte einen Aufruf an alle Nachbarn und Naturfreunde, die ebenfalls die Zuwucherung des Bachlaufs verhindern wollen.“ Gemeinsam etwas für die Nachbarschaft und für das Bachtal zu tun, das war Katrin Knopps Motivation, die Aktion ins Leben zu rufen. „Die Wurzeln des Knöterichs ragen mehrere Meter tief in die Erde rein, da brauchen wir viel Hilfe, um alles hier zu entfernen“, sagt sie. „Die fachgerechte Entsorgung übernimmt netterweise die Stadt für uns.“ Die Aktion ist mit viel Interessierten und helfenden Händen gestartet. Katrin Knopp wünscht sich aber gerne noch mehr Helfer. „Um hier alles vom Knöterich frei zu halten, müssen wir regelmäßig was tun. Alle sechs bis acht Wochen müssten wir mindestens nachschneiden.“ (mbs)

Weitere Infos per E-Mail: Alte_Woehr@gmx.de
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