Stadtrad bald in Bramfeld

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Wochenblatt-Redakteur Mathias Sichting bei der Radleihe am Jungfernstieg. Bald gibt es auch eine Stadtrad-Station in Bramfeld
 
Am Bedienterminal leiht Wochenblatt-Redakteur Mathias Sichting mit seiner Geldkarte ein Stadtrad aus. Ab 2015 geht das auch in Bramfeld Foto: mdt

Ab 2015 können am Bramfelder Marktplatz Räder ausgeliehen werden

Bramfeld Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) bezeichnet es als „weiteren Meilenstein in der Förderung des Radverkehrs in Hamburg.“ Gemeint ist die Erweiterung des erfolgreichen Stadtrad-Systems um 40 neue Stationen und 500 Fahrräder. Dabei wird das Verbreitungsgebiet der roten Stadträder deutlich ausgeweitet. Die Erfolgsgeschichte des im Juli 2009 in Hamburg eingeführten Leihsystems setzt sich fort: Künftig können Nutzer auch in Barmbek-Nord, Bramfeld und Wandsbek auf die Leihräder umsteigen. Für Wandsbek und Hamburg-Nord sind konkret folgende Stationen geplant: Süderfeldstraße /
Lottestraße (Gelände UKE), Mundsburger Damm / Hartwicusstraße (Mundsburger Brücke, Umsetzung im Rahmen der Busbeschleunigungsmaßnahme), Fuhlsbüttler Straße / Hellbrookstraße, Fuhlsbüttler Straße / Hartzloh / Hartzloh-Platz, U Habichtstraße, Wiesendamm / Semperstraße, U Sengelmannstraße, S/U Ohlsdorf / Fuhlsbüttler Straße, U Straßburger Straße, Bramfelder Chaussee / Bramfelder Marktplatz, U Wandsbek-Gartenstadt / Ostpreußenplatz und Friedrich-Ebert-Damm / Lomerstraße. Die erste halbe Stunde ist weiterhin kostenlos.
„Die Behörde für Verkehr hat grünes Licht für eine Stadtrad-Station an der Marktplatzgalerie gegeben - entweder am Marktplatz oder an der Ecke Herthastraße/Bramfelder Chaussee“, erklärt Lars Pochnicht, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter für Bramfeld und Radverkehrsexperte seiner Fraktion, zufrieden und ist überzeugt: „Das ist eine großartige Nachricht für Bramfeld.“ Insgesamt gab es über 100 Vorschläge aus den Bezirken, aus denen am Ende 40 ausgewählt wurden. Knapp 270.000 registrierte Fahrradfahrer haben sich in Hamburg an den 131 Stationen 2,2 Millionen Mal eines der 1.650 Fahrräder ausgeliehen.
So funktioniert es
Zur Registrierung und weiteren Identifizierung wird eine EC- oder Kreditkarte benötigt. Nach Rückgabe des Fahrrades wird die angefallene Leihgebühr vom Konto des Besitzers abgebucht. Bei der Anmeldung (kostet 5 Euro) müssen Namen, Adresse und Handynummer in das System eingegeben werden. Man erhält im Gegenzug eine Gutschrift von 5 Euro. Jede der 131 Entleihstationen verfügt über ein zentrales Bedienterminal mit Touchscreen. Nach der Anmeldung können pro Kunde maximal zwei Stadträder ausgeliehen werden. Verfügbare Leihräder werden als Nummern auf dem Bildschirm angezeigt. Nach der Auswahl geht man zu seinem Rad und tippt das Display am Fahrradschloss an. Das Schloss entsperrt sich anschließend hörbar. Zur Rückgabe wird das Rad an einem freien Stellplatz einer Station abgestellt. Nach der Verriegelung drückt man den Sperrkopf an der rechten Seite des Fahrradschlosses. Dass die Rückgabe erfolgreich war, erfährt man über eine Info im Display. Sollte kein Stellplatz frei sein, kann man das Rad neben die Station stellen und dort verriegeln.
Das Leihrrad kann im gesamten Stadtgebiet für eine Pause abgestellt und mit dem Fahrradriegel zeitweise gesichert werden. Zum Entriegeln gibt es einen persönlichen Öffnungscode. Dieser wird beim Verschließen des Schlosses für kurze Zeit angezeigt. Außerdem wird er im Kundenportal unter den persönlichen Daten gespeichert und kann jederzeit geändert werden. Preise: Ab der 31. Minute kostet das Entleihen 8 Cent pro Minute, auch während der Pausen. Für HVV und Bahnkunden gibt es Ermäßigungen. Ein entliehenes Stadtrad kostet am Tag 12 Euro.
Anfang 2015 soll es mit dem Bau der ersten Stationen in Harburg losgehen. „Die genauen Daten sind jetzt noch unklar, das hängt ja auch vom Wetter ab“, weiß Helma Krstanoski, Pressesprecherin der Verkehrsbehörde. (ms)

Weitere Informationen unter stadtrad.hamburg.de
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