„Switchhen“ Sie schon?

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Hier am Wiesendamm gegenüber dem Bahnhof Barmbek soll der neue „switchh“-Punkt entstehen Foto: Heume
Hamburg: Wiesendamm |

Ab Mai will die Hamburger Hochbahn in Barmbek am Wiesendamm acht Carsharing-Fahrzeuge stellen

Von Ruth Heume
Barmbek
Die grünen Parkflächen mit den markanten Leuchtstehlen in der Nähe einiger Hamburger U- und S-Bahnhöfe hat sicher jeder schon einmal gesehen. Für die einen ein Ärgernis, weil dort vielleicht früher sein angestammter Parkplatz war. Für den anderen der Schlüssel zu mehr Mobilität und Umweltfreundlichkeit. Das ist jedenfalls das Ziel der Hamburger Hochbahn. „switchh“ heißt das Zauberwort, vom englischen Begriff für „wechseln“ und mit einem zweiten „h“ für die Hansestadt Hamburg. „Switchhen“ Sie vielleicht sogar auch schon? An mittlerweile zwölf sogenannten „switchh“-Punkten kann man problemlos von Bus und Bahn in ein Carsharing-Auto oder auf ein Stadtrad umsteigen. Gebucht und abgerechnet wird alles über die HVV-App. Nun soll auch am Bahnhof Barmbek ein solcher „switchh“-Punkt entstehen. Wiebke Meyer und Malte Auer von der Hochbahn stellten das Projekt in der Februar-Sitzung des Barmbeker Sanierungsbeirates vor.

Acht Mietwagen

Der neue „switchh“-Punkt soll am Wiesendamm zwischen Poppenhusenstraße und Fuhlsbüttler Straße angelegt werden. Dort befindet sich derzeit eine Parkbucht, in der bis zu acht Autos Platz finden. Durch die Einführung von Schrägplätzen sollen insgesamt zwölf Parkplätze entstehen, davon acht für die „switchh“-Mietwagen und vier öffentliche. Der Baubeginn ist für Ende Mai geplant, die Hochbahn rechnet mit einer Dauer von ungefähr vier Wochen. Auch die Neugestaltung der Piazzetta, wo ebenfalls eine neue Stadtrad-Station entstehen soll, ist für den Mai geplant.

Carsharing-Autos oft zu schnell

Begonnen hat die Hochbahn 2013 mit dem „switchh“-Projekt. Damals waren nur car2go und Stadtrad als Partner dabei. Im Oktober 2016 kamen die Carsharing-Anbieter „DriveNow“ und „cambio“ mit an Bord. Eine von vielen weiteren Neuerungen: Ein HVV-Abo benötigt man jetzt nicht mehr für die Nutzung von „switchh“. Die Teilnehmer des Sanierungsbeirates nutzten auch die Gelegenheit zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema. So gebe es Studien, nach denen Carsharing-Autos häufig zu schnell fahren, weil sie im Minutentakt abgerechnet werden. Da wird die Polizei dann in Zukunft wohl auch in Barmbek verstärkt auf Geschwindigkeitskontrollen setzen müssen. Peter Vogt, Leiter der Abteilung Prävention und Verkehr im PK31, der ebenfalls in der Sitzung zu Gast war, bleibt dabei: „Wir müssen weg vom motorisierten Individualverkehr in den Städten.“

Weitere Infos: Switchh Hamburg
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