Testbohrungen für neue U-Bahnlinie 5

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Alles für die U-Bahn: Im Schreyerring wurde der fahrbare Bohrer direkt vor dem Einkaufszentrum aufgestellt Foto: tel

Bramfeld & Steilshoop: Erdreich wird bis 40 Meter Tiefe sondiert

Von Michael Hertel
Steilshoop
Der Bau der U-Bahnlinie 5 (Bramfeld – Osdorfer Born) wird immer konkreter: In diesen Tagen haben intensive Probebohrungen auf dem Ostast der geplanten Strecke begonnen. Der Streckenabschnitt von Bramfeld bis in die City Nord (New-York-Ring) soll – wie berichtet – nach dem Willen des Hamburger Senats zuerst gebaut werden. So sind unter anderem Bohrungen an der Gründgensstraße und am Schreyerring in Steilshoop sowie am Bramfelder Dorfplatz bereits vorgenommen worden. Im Umfeld der in Barmbek-Nord vorgesehenen Haltestelle „Hartzloh“ sollen die Arbeiten am 6. Oktober beginnen, im Bereich Rübenkamp ab Mitte Oktober. Dabei gehen die Geräte in eine Tiefe von bis zu 40 Metern. Pro Bohrstelle werden drei bis vier Tage veranschlagt. Gebohrt wird fast ausschließlich am Tage und auf öffentlichem Grund. Anwohner wurden von der Hochbahn per Hauswurfsendung informiert. Die so gewonnenen Bohrkerne sollen einen genauen Aufschluss über die Bodenverhältnisse vor Ort geben.

Keine „Überraschungen“


„Diese Baugrundaufschlüsse sind wichtig für die Strecken- und Bauplanung. Wir wollen nach Möglichkeit unliebsame Überraschungen beim Bau vermeiden“, erklärt Hochbahn-Pressesprecher Christoph Kreienbaum. Die Bohrungen sind Teil der sogenannten Vorentwurfsplanung, die sich bis in das kommende Jahr hinein ziehen wird. Anschließend geht es an die Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Das Planfeststellungsverfahren ist ab 2018 vorgesehen. Eine gesicherte Finanzierung vorausgesetzt, soll im Jahr 2021 mit dem Bau begonnen werden. Der Senat rechnet derzeit mit der Inbetriebnahme des ersten Abschnitts (Ostast) in den Jahren 2026/2027.

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