Turmbau: IG Fuhle contra Bürgerbegehren

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Der Vorstand der IG Fuhle (von links): Sven Braun, Petra Henze, Jörn Bender, Ulrich Hoffmann.
Barmbek. Mit Unverständnis hat der Vorstand der IG Fuhle, der Zusammenschluss der Gewerbetreibenden an der Fuhlsbüttler Straße, auf das geplante Bürgerbegehren gegen den Bau der Zentrale des Versicherungsunternehmens VBG am Barmbeker Bahnhof reagiert. Markus Pöstinger, Melanie Mayer, Andreas Bischoff und Sebastian Seeger wollen im Stadtteil genügend Unterschriften gegen den von ihnen befürchteten „Turmbau zu Barmbek“ sammeln (das Wochenblatt berichtete).
„Wir alle wollen nicht zwingend ein 15-geschossiges Haus hier haben“, räumt IG-Vorstand Ulrich Hoffmann ein. Ihm sei klar, dass der Bau des Hochhauses den Stadtteil spalte. Was ihn am Bürgerbegehren verärgert, ist der Zeitpunkt, zu dem die Akteure damit an den Start gehen. „Wir von der IG Fuhle haben den Bau von Anfang an kritisch begleitet. Es gab anderthalb Jahre lang Einspruchsfristen, die die neue Initiative aber nicht genutzt hat.“ Möglicherweise liege dies auch daran, dass die Beschwerdeführer Menschen seien, die nicht im Umfeld Barmbeks aktiv seien; über ihre Motivation könne man nur mutmaßen. „Eine Entwicklung, die den Baubeginn jetzt verzögert, ist schädlich, das hat auch der Sanierungsbeirat bestätigt,“ erklärt er.
Dass die Barmbeker ihren Willen kundgetan haben, schließt die IG Fuhle aus dem Umstand, dass gegen den Verfall des Hertie-Hauses mehr als 10.000 Unterschriften zusammen kamen. „Jeder kann sich ausrechnen, was das für das Umfeld des Barmbeker Bahnhofs bedeutet, wenn der Neubau verzögert wird“, so Hoffmann.
Nun denkt man bei der IG Fuhle ebenfalls über eine Unterschriftenaktion nach, in diesem Fall für die Bebauung und gegen eine Verzögerung. „Wer in Barmbek lebt, der will, dass sich endlich etwas ändert“, davon ist Hoffmann überzeugt. Ein neues
Bürgerbegehren könnte den Beweis dafür liefern und einen möglichen Stillstand in Barmbek verhindern. (leu)
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