Unbequem und schützenswert

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Die Auferstehungskirche Foto: Gerst / wb

Kirche, Wohnstift, Maschinenfabrik: Am Wochenende ist Tag des offenen Denkmals

Barmbek/Bramfeld. Der „Tag des offenen Denkmals“, der genauer gesagt zwei Tage dauert
(7. und 8. September) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Unbequeme Denkmäler?“ Doch was macht ein Denkmal unbequem? Die Umstände seiner Entstehung, die Erfahrungen, die Menschen mit und in ihnen gemacht haben, ein veränderter Zeitgeist, demographischer Wandel oder Kostensteigerungen können Gründe für eine veränderte Bewertung sein. Viele Denkmäler wurden mit Unterstützung der Stiftung Denkmalpflege Hamburg restauriert oder gerettet. Am Wochenende werden mehr als hundert Denkmäler geöffnet. Es werden Führungen, Vorträge, Feste, Performances, Lesungen, Kinoabende und diverse Kulturprogramme angeboten. Hier eine Auswahl von geöffneten Denkmälern in den Stadtteilen.
Auferstehungskirche: Die Ev.-Luth. Auferstehungskirche am Tieloh 22 – 26 wurde 1916 nach Entwürfen von Camillo Günther aus Beton mit einer Außenhaut aus Klinkern errichtet. Öffnungszeiten: Sonntag 11 bis 17 Uhr, Führungen Sonntag 12, 14 und 16 Uhr.
Köster-Stiftung: Das denkmalgeschützte Haus in der Meisenstraße 25 wurde 1929 vom Architekten Paul A. R. Frank erbaut. Es zeichnet sich äußerlich durch eine geradezu monumentale Auffassung des Laubengangmotivs aus und veranschaulicht den Mietwohnungsbau der 1920-er Jahre. Die Wohnungen wurden seit jeher an Senioren vermietet. Führung (barrierefrei) und Vortrag: Sonnabend 11 Uhr.
Kampnagel: In der 1875 an der Osterbek errichteten Maschinenfabrik wurden Schiffs- und Hafenkräne hergestellt. Die stillgelegte Fabrik in der Jarrestr. 20 ist heute wichtigster Produktionsort für freie Hamburger Gruppen. Frieder Bars, ehem. Technischer Leiter, bietet eine anekdotenreiche Führung: Sonntag, 11 Uhr.
Bestattungsforum Ohlsdorf: Nach Entwürfen von Fritz Schumacher entstand 1930 das Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Nach der Restaurierung zog das Bestattungsforum Ohlsdorf ein. Öffnungszeiten: Sonntag
10 bis 15 Uhr. Führungen: Krematorium und Bestattungsforum jeweils Sonntag 11, 12, 13 und 14 Uhr, nur nach Anmeldung bis Mittwoch,
4. September, t 59388702, forumohlsdorf@friedhof-hamburg.de
Ehrenhain Hamburger Widerstandskämpfer: 1946 weihte das Komitee ehemaliger politischer Gefangener auf dem Ohlsdorfer Friedhof das Gräberfeld für 56 ermordete Hamburger Widerstandskämpfer ein. Führung: Sonntag 11 Uhr, anschließend Gedenkveranstaltung.
Führungen des Förderkreises zu unbequemen Denkmälern auf dem Ohlsdorfer Friedhof: Sonntag 10.30 Uhr, Treffpunkt: Verwaltungsgebäude Ohlsdorfer Friedhof. (leu/wb)
Mehr Informationen zu den Denkmälern im Internet:
denkmaltag-hamburg
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