Unfallversicherung VBG zieht nach Barmbek

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Auch wenn noch die letzten Gerüste stehen, soll am Wochenende der Einzug der Mitarbeiter erfolgen Foto: wb
Hamburg: Fuhlsbüttler Straße 101 |

Ab 9. Januar arbeiten im Bahnhofsviertel 600 neue Mitarbeiter – Unternehmen hat Stadtteil bewusst als neuen Standort gewählt

Von Ruth Heume
Barmbek
Nach gut zwei Jahren Bauzeit ist es jetzt soweit: Die VBG zieht in ihre neue Hauptverwaltung ein. Bereits seit Mitte Dezember sitzen die Mitarbeiter auf ihren gepackten Kartons am Deelbögenkamp in Alsterdorf. Denn der Umzug hatte eigentlich noch kurz vor Weihnachten erfolgen sollen. Massaquoipassage 1 lautet die neue Anschrift der Berufsgenossenschaft. Mit dem Namen der Passage möchte die Stadt an den Barmbeker Schriftsteller und Journalisten Hans-Jürgen Massaquoi erinnern („Neger, Neger, Schornsteinfeger!“).

Bewusste Entscheidung für Barmbek

Der Umzug der ungefähr 600 Arbeitsplätze vom 5. bis 8. Januar wird ein logistisches Großprojekt: 110 Lastwagenfahrten sind für das Mobiliar und die 2.500 Kartons geplant. Damit das Entladen der Fahrzeuge schnell und reibungslos erfolgen kann, werden in der Krüsi- und der Drosselstraße Halteverbotszonen für die Umzugswagen eingerichtet. Mit dem Bezug des VBG-Gebäudes nimmt das Barmbeker Bahnhofsquartier Formen an, auch wenn es bis zur Fertigstellung des Neubaus auf dem Nachbargrundstück weitere zwei Jahre dauern wird. Der Einzug der ungefähr 600 Mitarbeiter dürfte für eine Belebung der Wirtschaft im Quartier sorgen. „Wir passen gut nach Barmbek und freuen uns auf unseren neuen Standort“, so VBG-Geschäftsführer Thorsten Döcke. „Barmbek bietet uns eine Menge Standortvorteile.“ Man habe im Vorfeld alternative Standorte geprüft und sich dann ganz bewusst für Barmbek entschieden, so Döcke.

Barrierefreier Neubau

Anlässlich des bevorstehenden Umzugs hob Angelika Hölscher, Vorsitzende der VBG-Geschäftsführung, noch einmal das Thema Barrierefreiheit hervor: „Zehn Prozent unserer Beschäftigten sind schwerbehindert. In unserem Neubau setzen wir eine Vielzahl von Maßnahmen um, die ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Arbeiten ermöglichen.“ Die Wegeführungen, Teeküchen, Kantine und WC-Anlagen im neuen Gebäude werden behindertengerecht gestaltet sein.
Auch um das Thema Nachhaltigkeit bemüht sich die VBG: Für das Gebäude wird die Gold-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) angestrebt. Über die neue Passage können die Barmbeker in Zukunft den Bahnhof von der Drosselstraße aus wieder besser erreichen. Die Gastronomie im Erdgeschoss wird voraussichtlich erst im Sommer ihren Betrieb aufnehmen. Aber schon im Februar wird „Denn’s Biomarkt“ einziehen. Ebenfalls im Februar beginnt der Vertrag der VBG mit der Stadtreinigung, die eine öffentliche WC-Anlage im Untergeschoss des Gebäudes betreiben wird. Ein genauer Eröffnungstermin der Anlage steht jedoch noch nicht fest.

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