Verein Klein Borstler helfen weiter

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Die Vereinsvorsitzende Ilka Mamero von „Klein Borstel hilft“ begrüßt Majid Bahrani aus der Unterkunft Borstels Ende Foto: Haas

Betreuung von Nachbarn demnächst auch in neuer Unterkunft

Von Waltraut Haas
Ohlsdorf
Vor einem Jahr wurde nach einem Anruf innerhalb von Stunden aus dem leer stehenden Pastorat an der Stübeheide ein bewohnbarer Ort. Der eben gegründete Verein „Klein Borstel hilft“ und die Kirchengemeinde Maria Magdalenen kooperierten und schufen eine Notunterkunft: für Transit-Flüchtlinge auf dem Weg nach Skandinavien. Jeweils 30 Geflüchtete kamen ab November 2015 zu insgesamt 26 Übernachtungen, das ganze Viertel unterstützte die Aktion nach Kräften. Nachdem sich die dänische Grenze für Flüchtlinge schloss, erübrigten sich Notunterkünfte für Transitreisende. Das Pastorat aber blieb offen: als Begegnungsstätte. Rund 172 Aktive packten wieder mit an und schufen hier einen Ort für Austausch und gemeinsames Lernen. Das Programm, das seitdem angeboten wird, nehmen die Bewohner der Unterkunft Borstels Ende ebenso gerne wahr wie alteingesessene Klein Borsteler. Alle beleben das Pastorat durch ihr Engagement und ihren Gemeinsinn. Ihre Arbeit zeige, wie gute Integration möglich werde, erklärten die Ehrenamtlichen während der Feier zum einjährigen Bestehen des „offenen Pastorats“. Es gibt weiterhin viel zu tun: Ende November ziehen die Bewohner von Borstels Ende in die gerade fertig gestellten Häuser der neuen Folgeunterkunft am Anzuchtgarten, betrieben von fördern & wohnen (f&w). Im März 2017, nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts, werden dort 452 Menschen wohnen. f&w-Bereichsleiter Hans-Jürgen Schinowski weiß das Engagement der Ehrenamtlichen in Klein Borstel zu schätzen. „Das ist ein tolles Signal an die Neuankömmlinge: In Klein Borstel sind sie willkommen.“

Quartiersbeirat


Zwei weitere Initiativen waren im vergangenen Jahr angesichts der zunächst umstrittenen neuen Unterkunft entstanden. „Inzwischen bewegen wir uns immer mehr aufeinander zu“, konstatiert Ilka Mamero, Vereinsvorsitzende von „Klein Borstel hilft“. Alle drei Initiativen seien beteiligt am Quartiersbeirat, der am 29. November zum ersten Mal tagt. Zu Jahresanfang 2017 folge die Gründung eines Runden Tisches: zur Kommunikation unter Nachbarn und zur Koordinierung ehrenamtlicher Hilfen in der neuen Unterkunft.

Wer die Arbeit von „Klein Borstel hilft“ unterstützen will, kommt ins „offene Café“: freitags und sonntags ab 15 Uhr im Pastorat der Kirche Maria Magdalenen, Stübeheide 172. Weitere Infos: www.klein-borstel-hilft.de
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