Verleih vor der Haustür

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Eckhard Hansen will keine Stadtrad-Station direkt vor seiner Haustür Foto: mdt

Eigenwilliger Stadtrad-Standort ist laut Planer „nicht optimal, aber billig“

Barmbek/Dulsberg Anwohner der Nordschleswiger Straße 24 müssen künftig genauer hinschauen, wenn sie aus dem Haus kommen. Denn seit Freitag stolpern sie quasi direkt in eine neue Verleih-Stadtion von Stadtrad Hamburg. Die Verkehrsbehörde baute die Station weniger als drei Meter vor den Hauseingang. Einige Anwohner und Nachbarn protestieren nun gegen die neue Verleih-Station. „Das wird ein Schandfleck in Dulsberg“, sagt Eckhard Hansen, 57. Der Frührentner wohnt nur wenige Meter neben dem neuen Stadtrad-Standort. 16 Abstellsäulen und laut Planung durchschnittlich zehn, geparkte, rote Fahrräder stehen künftig vor der Hausnummer 24. Auch seine Nachbarn fühlen sich von der Stadt übergangen. „Mittwochmorgen haben die Arbeiten begonnen, wir wussten von nichts. Am Freitag war die Station schon fertig“, sagt Hansen. Dabei hätte es seiner Meinung nach bessere Standorte gegeben.

„Das wird ein Schandfleck in Dulsberg.“ Eckhard Hansen, Anwohner

An der U-Bahn-Station Alter Teichweg gebe es ausreichend Platz und auch der Bereich zwischen den Straßen Dulsberg-Nord und Dulsberg-Süd wäre geeigneter gewesen als der Gehweg der Haustür. Dazu sagt Susanne Meinecke, Sprecherin der Verkehrsbehörde: „Im Umfeld der U-Bahn-Zugänge wurden mehrere Flächen geprüft – alle haben sich als ungeeignet erwiesen. Auch die Fläche zwischen den beiden U-Bahn-Zugängen war zu klein und wäre auch wegen möglicher statischer Beeinträchtigungen der Tunneldecke durch das Fundament des Stationsterminals nicht möglich gewesen. Es wurde außerdem die Inanspruchnahme von Parkplätzen geprüft; diese liegen aber entweder zu dicht an der stark befahrenen Straße oder die Flächen sind zu schmal.“
Laut den Planern ist der Standort zwar nicht optimal. Es gibt aber keine Alternativen, zudem seien die geringen Kosten ein Vorteil. „Es muss lediglich eine Reihe Gehwegplatten gegen die Stadtrad-Verankerungsplatten ausgetauscht zu werden. Es entsteht kein Aufwand für die Rodung von Vegetation, für die Flächenbefestigung oder die Versetzung von Fahrradbügeln oder sonstigen Einbauten“, sagt die Behördensprecherin. Bei den Planungen waren Polizei, Hochbahn und Bezirksamt beteiligt. Anwohner Eckard Hansen hätte sich gewünscht, früher über den Standort informiert worden zu sein. Ein paar Hundert Meter weiter an der U-Bahn-Station Straßburger Straße ist ebenfalls eine Fahrrad-Station geplant. Laut einer Liste des Senats steht noch nicht fest, wie viele Räder hier abgestellt werden. Der Standort wurde aktuell von der Verkehrsbehörde zurückgestuft, weil an der Stelle umfangreiche Straßenarbeiten geplant sind. (mdt)
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11 Kommentare
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Timo Baumann aus Winterhude | 26.11.2015 | 18:15  
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Stefan Warda aus Neustadt | 26.11.2015 | 19:15  
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Stefan Warda aus Neustadt | 26.11.2015 | 19:27  
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Rainer Stelling aus St. Georg | 27.11.2015 | 11:16  
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Martin Wunderkorn aus Altstadt | 27.11.2015 | 13:21  
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Martin Wunderkorn aus Altstadt | 27.11.2015 | 13:25  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 27.11.2015 | 18:58  
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Horst Holl aus Winterhude | 29.11.2015 | 11:21  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 29.11.2015 | 12:19  
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Horst Holl aus Winterhude | 29.11.2015 | 16:22  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 29.11.2015 | 17:40  
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