Von Tansania nach Barmbek

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Katharina Riemer wird als neue Pastorin eingeführt Foto: Leuschen

Kreuzkirche bekommt eine neue Pastorin: Katharina Riemer

Barmbek Die Kreuzkirche bekommt eine neue Pastorin: Am Sonntag, 17. April, um 15 Uhr hält Katharina Riemer ihren Einführungsgottesdienst. Dass sie einmal Pastorin werden würde, hatte sie sich nach ihrer Schulzeit nicht vorstellen können. „Ich wollte nicht mehr die Schulbank drücken, sondern was Praktisches machen“, erzählt die zierliche Brünette mit den raspelkurzen Haaren. Also absolvierte sie erst einmal eine Ausbildung zur Krankenschwester. Doch die Theologie holte sie wieder ein – vielleicht kein Wunder, denn schon ihre Eltern waren beide Pastoren. Die Arbeit der Eltern sorgte auch dafür, dass Katharina Riemer und ihre drei Geschwister einen Teil der Kindheit in Tansania verbrachten. „Mit zehn Jahren zum ersten Mal nach Deutschland zurückzukommen war ein Kulturschock“, erinnert sich die 44-Jährige. Zwischen ihrem 15. und 19. Lebensjahr lebte sie wieder in dem ostafrikanischen Land. „Die Zeit dort hat mich bereichert, ich kann mich gut auf Neues einstellen“, hat sie festgestellt.
Die Entscheidung für den Pastorenberuf hat sie nie bereut. „Theologie ist vielseitig“, sagt sie. Noch während des Studiums wurden ihre drei Kinder geboren, der Älteste ist mittlerweile 22 Jahre alt. Der Hamburger Osten ist Katharina Riemer nicht fremd. Drei Jahre arbeitete sie in der Gemeinde der Simeonkirche in Bramfeld, im Anschluss im Vertretungspfarramt in Mümmelmannsberg, aber auch in Eimsbüttel. „Ich mag das Städtische, das bunte Treiben auf den Straßen“, erzählt sie. Von ihrem Vorgänger Walter Günther hat sie die Seniorenarbeit übernommen und freut sich schon auf die neuen Begegnungen. Die Lebenserfahrung der Senioren schätzt sie sehr: „Jeder hat eine interessante Geschichte zu erzählen“, findet sie und ist neugierig darauf, wie ihre Gesprächspartner ihr eigenes Leben interpretieren werden. Diese Haltung, glaubt sie, hat auch mit ihrer Zeit in Afrika zu tun. „In Tansania werden alte Menschen respektiert“, erklärt sie. Das hat sie geprägt. (leu)

Sonntag, 17. April,15 Uhr, Kreuzkirche, Wohldorfer Str. 30
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