Vorwurf: Zerstörungswut

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Architekt Roger Popp hat in einer Computer-Simulation den Abriss der Frohbotschaftskirche nachgestellt. Er unterstützt die Bürgerinitiative im Erhalt der Kirche.Foto: Kuchenbecker

Bürgerinitiative gegen geplanten Kirchenabriss gegründet

Dulsberg. Die Anwohner wollen es nicht mehr hinnehmen, dass ihrer Frohbotschaftskirche die Abrissbirne droht. Daher haben sie sich jetzt zusammengefunden, um eine Bürgerinitiative zur Erhaltung der Frohbotschaftskirche zu gründen.
Die Kirche auf dem Dulsberg ist marode geworden. Nach Angaben der Kirchengemeinde sei seine Sanierung zu kostspielig. Die Kirchengemeinde könne sich dies nicht leisten. Daher plant sie einen Abriss und Neubau – nur der Turm soll als Landmarke und Wahrzeichen auf dem Dulsberg stehen bleiben.
Doch diese Pläne stoßen nicht bei allen auf Gegenliebe. Sie suchen noch Verbündete und laden zu einem Treffen ein.Der Abriss sei eine kulturhistorische Katastrophe, so die Gründungsmitglieder, zu denen unter anderem Andrea de Luna, Roger Popp und Marion Hanusch zählen. In ihrer Erklärung heißt es: „Der Kirchenvorstand hat beschlossen, die Kirche, die das Wahrzeichen des Dulsbergs bildet, abzureißen. Jahrelange Misswirtschaft hat zu einem Reparaturstau geführt, der jetzt als Vorwand benutzt wird, um zu einem beispiellosen Kahlschlag anzusetzen. Das benachbarte Gemeindezentrum auf dem Straßburger Platz, das drittälteste Gebäude des Dulsbergs, soll im Abrissrausch gleich mit zerstört werden. Lediglich der Turm soll erhalten bleiben, er mutiert so zum Mahnmal gegen brutale, rücksichtslose Zerstörungswut und macht aus dem Dulsberg den Vorhof zur Hölle.“
Andrea de Luna kennt und liebt den Dulsberg. Seit nunmehr 29 Jahren lebt sie hier: „Ich kann die Nöte der Kirchengemeinde verstehen, denn ich kenne diese Kirche noch aus Zeiten mit sehr gut besuchten Sonntagsgottesdiensten.“ Ein viel zu großes Kirchenschiff, ein zu kleiner Kindergarten. Das sind die Nöte. „Wir möchten die Seele des Dulsbergs erhalten und mit der Kirche gemeinsam eine Lösung entwickeln, die der Kirche, dem Kindergarten und dem Dulsberg eine Perspektive bietet. Wir sind zu offenen Gesprächen bereit“, so de Luna weiter. (nk)
u Das erste Treffen der Bürgerinitiative zum Erhalt der Frohbotschaftskirche findet am Donnerstag, 6. September, um 18 Uhr im Café Dulsberg, Straßburger Platz 7, statt.
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