Weihnachtsengel gelandet

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Holzbildhauer Christian Gramm und sein Engel. Er ist 60 Zentimeter groß Foto: Neitzel

Kreuzkirche Alt-Barmbek bekam besonderen Zuwachs aus Thüringen

Von Misha Leuschen
Barmbek
Kurz vor dem 3. Advent ist er in Barmbek gelandet: der neue Krippenengel der Kreuzkirchengemeinde Alt-Barmbek. „Wir freuen uns sehr, dass es noch rechtzeitig geklappt hat“, erklärt Pastor Ronald Einfeldt. Holzbildhauer Christian Gramm aus Weimar brachte sein Werk eigenhändig vorbei; er hat bereits die ersten Figuren der neuen Krippe gefertigt. Maria, Josef und das Jesuskind haben schon im vergangenen Jahr in der Kreuzkirche Obdach gefunden. Die rund 60 cm hohen Figuren aus Lindenholz wurden – wie der jetzt auch der Engel – aus Spenden finanziert. „Die Dreiergruppe kostet 3.400 Euro, der Engel rund 1.000 Euro“, erläutert Hans Georg Neitzel vom Kirchenvorstand.
Neitzel gehört zum fünfköpfigen Krippenausschuss, der lange nach den passenden Figuren gesucht hat. „Wir haben uns sogar über Figuren aus Oberammergau informiert“, erzählt er, doch die hätten zu katholisch ausgesehen. Mit den norddeutsch-schlichten Entwürfen von Christian Gramm kann sich die Gemeinde gut identifizieren. „Das Kind ist so gearbeitet, dass Maria es entweder auf dem Arm halten oder es in der Krippe liegen kann“, erklärt Pastor Einfeldt. „Wie ein richtiges Kind eben!“
Krippenfiguren sind für den Thüringer Christian Gramm eine vertraute Arbeit. Für seine Heimatstadt hat er seit 2005 nach und nach eine „Gemeinschaftskrippe“ für alle Kirchen geschaffen.

„Wir freuen uns sehr, dass es noch rechtzeitig geklappt hat“ Pastor Einfeldt

Die Figuren bleiben einzeln in den jeweiligen evangelischen und der katholischen Kirche, nach dem Sonntagsgottesdienst am 1. Advent werden alle Figuren dann mit einem traditionellen Umzug auf dem Weihnachtsmarkt zur Stadtkrippe zusammenführt.
Die Krippenfiguren aus Weimar stand auch für die Krippe in Barmbek Pate. „Die Figuren sind nicht aus einem Block, sondern aus speziell unter Druck verleimten Lindenholzbohlen gefertigt“, weiß Hans Georg Neitzel. So können sie wenig reißen; zusätzlich sind sie gewachst, „das macht ein schönes Gefühl beim Anfassen.“
Noch ist die Barmbeker Krippe nicht vollständig. Für die nächsten Jahre hat die Gemeinde noch zwei Hirten und drei Schafe eingeplant, Christian Gramm arbeitet bereits an den Entwürfen. Sein Gottesbote ist bereits gut gelandet.
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