„Weiße Ohren“´für die Stolperfallen an der Fuhle

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Die Anfahrborde wurden mit weißen reflektierenden Markierungen versehen Foto: Heume
 
Florian Kruse ist sauer: mit den Bauarbeiten auf der Fuhle geht es nur sehr schleppend voran Foto: Heume

Stillstand bei den Bauarbeiten – Barmbeker Einzelhändler ergreifen Initiative

Von Ruth Heume
Barmbek
Nun sind sie da – die „weißen Ohren“, die reflektierenden Markierungen an den Anfahrborden auf der Fuhlsbüttler Straße, die so manchem Barmbeker zur Stolperfalle wurden. Für Ende Juli angekündigt, war es dann tatsächlich am vergangenen Donnerstag soweit. Ansonsten aber herrscht seit Anfang voriger Woche Stillstand bei den Bauarbeiten. Noch Anfang Juli hatte es gut ausgesehen: wie von Käthe Fromm vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) in der Sitzung des Sanierungsbeirats Ende Juni angekündigt, schienen die Arbeiten zunächst tatsächlich voran zu gehen. Weitere Baumscheiben wurden fertiggestellt. Die Einzelhändler atmeten auf, hofften auf baldiges Verschwinden der Zäune und Container. Denn bis Ende Juli, so hatte Käthe Fromm versprochen, sollten die Arbeiten im westlichen Bauabschnitt, also auf der linken Straßenseite stadtauswärts, abgeschlossen sein. Allerdings wurde seit dem 1. August kein Bauarbeiter mehr gesehen. Die Arbeiten ruhen, das überflüssige Material wurde zwar teilweise abgeholt, aber viele Parkplätze sind noch blockiert. Florian Kruse, Inhaber des Reisebüros „Adventure Tours“, hatte die Nase voll. Zunächst schrieb er eine freundliche E-Mail an Käthe Fromm von der LSBG sowie Bezirksamtsleiter Harald Rösler. Dann rief er bei der Strabag an, dem Bauunternehmen, das die Arbeiten durchführt. Und er bekam tatsächlich jemanden an die Leitung: Patrick Mink, Bereichsleiter Baubetriebliche Anwendungen, stimmte zu, dass die Bauarbeiten eigentlich schon 2015 hätten fertiggestellt werden sollen. Woran das läge, dazu wollte er sich gegenüber Florian Kruse nicht äußern. Aber Kruse gab so schnell nicht auf und besprach sich mit seiner Kollegin Bärbel Drieschner von der benachbarten „Neuen Barmbeker Apotheke“. Die rief dann ebenfalls bei der Strabag an. Ihr gegenüber, so berichtet Florian Kruse, habe Mink schließlich geäußert, es fehle auf der Baustelle derzeit an Material, das von der LSBG nicht rechtzeitig bestellt worden sei. Florian Kruse findet für so eine Fehlplanung sehr deutliche Worte: „Das sind Sesselfurzer, die das geplant haben! Die haben keine Ahnung!“ Einen Stein ins Rollen gebracht hat er möglicherweise dennoch: Schon einen Tag nachdem er und Bärbel Drieschner mit der Strabag telefoniert hatten, wurden die nicht mehr benötigten Bauzäune abgeholt. Auch von Käthe Fromm gab es eine Antwort. Nach ihrer Darstellung liegt es an der Strabag, dass die Arbeiten immer noch nicht fertiggestellt sind, und das werde Konsequenzen haben. Mittlerweile fehlt im westlichen Bauabschnitt nur noch eine der Metall-Baumscheiben. Das Material liegt aber vollständig da. Warum die Montage nicht erfolgt, bleibt unklar. Bei den Basaltsteinen jedoch, räumt auch Käthe Fromm ein, sei es zu einem Lieferengpass gekommen, so dass diese Umrandungen nicht vor September fertiggestellt werden können. Sie gehe aber nach wie vor davon aus, dass die gesamten Arbeiten an der Fuhle bis Ende Oktober abgeschlossen sein werden, so dass einem ungestörten Vorweihnachtsgeschäft nichts im Wege stünde. Bleibt nur zu hoffen, dass es kein frommer Wunsch bleibt.
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1 Kommentar
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Klaus Sebaldt aus Barmbek | 05.11.2016 | 13:06  
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