Weiße Ostern? Na und?!

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Ostern im Schnee? Thassilo (7) hätte nichts dagegen und kann sich auch mit einem Oster-Schneehasen anfreunden.Foto: ba/hfr

Hamburg im Schnee

Barmbek. Die katholische Kirche hat einen neuen Papst, der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Hamburg-Ost hat eine neue Pröpstin und trotzdem herrscht – man muss es hier einmal aussprechen – unter jedem (Kirchen-)dach ein „Ach!“. Stoßseufzer auf dem Weg zur Kirche: „Nein, dieses Wetter!“ Stoßgebete im Gottesdienst: „Lieber Gott, mach dass zu Ostern die Sonne scheint!“ Und anstößige Flüche jenseits der Zitierfähigkeit, wenn selbst am
5. Fastensonntag der Schneeschieber nicht ruhen darf. Ja, das ist hart... Aber müssen wir uns nicht fragen, ob wir in Wahrheit nicht sogar enttäuscht werden wollen? In der Adventszeit informieren wir uns täglich über die „Weißeweihnachtswahrscheinlichkeit“, singen wochenlang von Schneeflöckchen und Winterspaziergängen und wundern uns, wenn es am Heiligabend bei 7° C regnet. Wir könnten es besser wissen: Statistisch gesehen schneit es in Hamburg seit 120 Jahren eher im Februar und März als im Dezember. Warum lernen wir nicht daraus und bejubeln in diesem Jahr die erfreulich hohe „Weißeosternwahrscheinlichkeit“? Es ist offensichtlich: Bunte Dekoration kommt im Schnee viel besser zur Geltung als in blühenden Forsythien. Selbst das traditionelle Liedgut würde eine Sinnaufwertung erfahren: Endlich könnten wir den Kindern erklären, warum Stups, der kleine Osterhase andauernd auf die Nase fällt. Kein Wunder, bei dem Glatteis.(bb)
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