Weiteres Wohn- und Geschäftshaus in Barmbek-Nord

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Diese nicht mehr zeitgemäßen eingeschossigen Gebäude sollen einem modernen Neubau mit abgerundeter Fassade weichen Foto: Heume

Investor stellt Gutachter-Ergebnis für das Bauprojekt „Tor zur Fuhle“ an der Fuhlsbüttler Straße, Ecke Hellbrookstraße vor

Von Ruth Heume
Barmbek
Ein weiteres Neubauprojekt in Barmbek-Nord geht in die nächste Phase: das hochbauliche Gutachterverfahren um den Neubau an der Ecke Fuhlsbüttler Straße/Hellbrookstraße ist entschieden. Azadeh Montazer von der Imvest Projektentwicklung GmbH gab kürzlich im Sanierungsbeirat erste Details zum Gewinnerentwurf bekannt. Imvest hatte nach und nach die vier Grundstücke Fuhlsbüttler Straße 136 bis 146 und Hellbrookstraße 42 erworben. Hier soll nun ein modernes Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage entstehen. Arbeitstitel: Tor zur Fuhle. Der Entwurf der Hamburger Architekten Schenk & Waiblinger sei „nicht der preiswerteste, aber definitiv der schönste“, gibt Montazer zu. Und er habe am besten alle Vorgaben berücksichtigt bezüglich der Fassade sowie der Schnitte der Wohnungen und Einzelhandelsflächen. Eine abgerundete dunkelrote Klinkerfassade soll das fünfgeschossige Gebäude bekommen, das an der Ecke in einen siebengeschossigen Turm mündet. Damit nimmt man die Höhe des gegenüberliegenden Haspa-Gebäudes auf. Beide Häuser könnten zukünftig das Tor zum zentralen Bereich der Fuhle bilden, hatte Katja Glahn, Sprecherin des Bezirksamtes Hamburg-Nord, anlässlich einer ersten Vorstellung des Projektes im Februar geäußert. Planerische Grundlage des Verfahrens bildeten die Festlegungen des integrierten Entwicklungskonzepts des Sanierungsgebiets „Barmbek-Nord S1, Fuhlsbüttler Straße“. Einzelhandelsflächen sind für das Erdgeschoss sowie das erste Untergeschoss vorgesehen. Darunter soll sich im zweiten Untergeschoss eine Tiefgarage befinden. Diese könnte dann auch von Kunden der benachbarten Geschäfte genutzt werden. Das würde die angespannte Parkplatzsituation im Umfeld entlasten. Die Ein-und Ausfahrt wird an der Fuhle liegen. Dass dies die Flaniermeile ein wenig stören wird, lässt sich leider nicht vermeiden, denn eine Einfahrt über die Hellbrookstraße wurde nicht genehmigt. Im ersten Obergeschoss sollen sogenannte „Mikroappartements“ entstehen – Einraumwohnungen, beispielsweise für Studenten. Für die übrigen Etagen sind ungefähr 50 qualitativ hochwertige Zwei- bis Vierzimmerwohnungen bis maximal 110 Quadratmeter geplant. Ein grüner Innenhof sowie Dachterrassen sind ebenfalls vorgesehen. Azadeh Montazer ist davon überzeugt, dass der Neubau die Wertigkeit der Gegend erhöhen werde. Imvest lege besonderen Wert auf die Gestaltung der Einzelhandelsflächen. Das Konzept müsse stimmig sein und Synergien schaffen, darauf werde man bei der Vergabe der Gewerbeeinheiten achten. „Gute Architektur zieht guten Einzelhandel an“, so die Projektenwicklerin. Und davon werde die ganze Fuhle profitieren. Mit der Erteilung der Baugenehmigung rechnet sie für Mitte 2017. Dann können die alten Gebäude abgerissen werden und der Neubau kann beginnen. Bis zur Fertigstellung werde es dann voraussichtlich weitere zwei Jahre dauern.
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1 Kommentar
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wolfgang gerdes aus Barmbek | 21.09.2016 | 12:36  
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