Weniger Stress, bessere Luft in Barmbek

Wann? 13.05.2017

Wo? Sternschanze 2, Sternschanze 2, 20357 Hamburg DE
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Hier geht‘s eng und gefährlich zu: Fabian Hanneforth auf der Körnerstraße in Winterhude Foto: to
 
Rund um den Großneumarkt gibt es bereits seit Jahren einen Bereich für das Anwohnerparken Foto: to
Hamburg: Sternschanze 2 |

Anwohner Fabian Hanneforth startet Petition für mehr Zonen mit Anwohnerparken. Zudem setzt er sich für ein Fahrradgesetz ein – Info-Termin 13. Mai

Von Thomas Oldach
Barmbek/Winterhude
Hamburgs Senat feiert sich für seine Maßnahmen auf dem Weg zur Fahrradstadt. Dafür werden neue Radstreifen und -wege angelegt und gebaut. Spezielle Busspuren ebenso. Doch reicht das wirklich, um den Individualverkehr per Pkw einzuschränken? Fabian Hanneforth sagt Nein. Und hat deshalb nicht nur eine Idee.

„Kampf“ um freie Parkplätze

Der Barmbeker ist jeden Tag auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei erlebt er „hautnah“, wie sich gerade in Seitenstraßen der „Kampf“ um freie Pkw-Parkplätze immer mehr zuspitzt. Kein Wunder, bei massiv steigenden Einwohnerzahlen in Hamburg (aktuell laut Statistischem Landesamt rund 1,8 Millionen) und eines trotz Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs wachsenden Pkw-Aufkommens. So sind momentan mehr als 775.000 Fahrzeuge in Hamburg angemeldet – 2008 waren es „nur“ 713.000. Die Tendenz ist also weiter steigend.
Hinzu kommen täglich mehrere 10.000 Pendler, die einen freien, kostenfreien Parkplatz suchen – zumal nun auch alle Park & Ride-Parkhäuser in Hamburg kostenpflichtig sind. Hanneforth will dafür sorgen, dass gerade der Parkplatz-Such-Verkehr minimiert wird – ohne dabei die Autofahrer zu vergrämen. Wie soll das gehen?
„Durch eine Ausweitung der Zonen für das Anwohner-Parken“, sagt der 34-Jährige. Dazu hat er eine Petition ins Leben gerufen und kürzlich einem Vertreter der Hamburger Innenbehörde übergeben. Mehr als 2000 Unterstützer – Rad- und Autofahrer – gibt es bereits.

Sechs Zonen in Hamburg

Bislang existieren in Hamburg nur sechs Bereiche für An- oder Bewohner-Parken: Großneumarkt, Schaarmarkt, Cremon, Kontorhausviertel, St. Pauli und Flughafen. In den ausgewiesenen Zonen stehen aktuell rund 5.300 reservierte Parkplätze zur Verfügung. Das reicht dem Initiator der Unterschriftenaktion allerdings bei Weitem nicht aus.
In der Petition fordert Hanneforth, dass das Anwohnerparken auf alle Hamburger Gebiete mit verdichteter Wohnbebauung ausgeweitet wird. Beispiele aus anderen Großstädten wie Wien, Stuttgart, München und Berlin zeigten, dass die Auslastung der öffentlichen Parkplätze durch Einführung von Anwohnerparken um bis zu 30 Prozent zurückgehe, Falschparken um 80 Prozent abnehme und Pendler vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. „Gerade in Hamburg, wo seit Jahren Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten werden und extremer Parkplatzmangel herrscht, ist diese Maßnahme überfällig“, so der Petitionsstarter.
Die Petition bleibt weiterhin online. Weitere Personen können sie auf www.change.org/anwohnerparken unterschreiben.
„Ich werde weiter aktiv bleiben, bis Hamburg das Anwohnerparken deutlich ausweitet“, so Fabian Hanneforth nach der Übergabe der Petition.

Info-Termin für Radentscheid

Und Hanneforth geht noch weiter: Gehört er doch mit zu den Aktiven für ein Fahrradgesetz in Hamburg. Darin verankert werden sollen fahrradfreundliche Ampelschaltungen und ein besseres Kreuzungsdesign, eine Mindestbreite für Rad- und Fußwege sowie kreuzungsfreie Radschnellwege zwischen Stadtgrenzen, Zentrum und Stadtteilen. Wer mitreden will ist am Sonnabend, 13. Mai, ab 10 Uhr im „Centro Sociale“, Sternschanze 2, dabei.

Die Petition von Fabian Hanneforth: Weniger Autos - mehr Lebensqualität!

Weitere Infos zum Radentscheid: Fahrradgesetz für Hamburg
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1 Kommentar
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Björn Fischer aus Steilshoop | 04.05.2017 | 21:58  
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