Wenn Regelschmerz und Kinderlosigkeit zur Qual wird – Aufklärung tut not!

Wann? 04.09.2013 16:00 Uhr bis 04.09.2013 18:00 Uhr

Wo? Forum der Kassenärztlichen Vereinigung , Humboldtstraße 56, 22083 Hamburg DE
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Hamburg: Forum der Kassenärztlichen Vereinigung | Informationsveranstaltung zum Thema Endometriose mit erfahrenen Gynäkologen und Kinderwunsch-Experten am 4. September 2013 in Hamburg

Wenn Frauen während ihrer monatlichen Regelblutung von
heftigen Schmerzen geplagt werden, denken die wenigsten an eine ernsthafte Erkrankung. Doch starke Unterleibsschmerzen sind kein Normalzustand und sollten laut Dr. Ingo von Leffern, Direktor der Albertinen-Frauenklinik und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Albertinen-Krankenhaus in Hamburg „in jedem Fall gynäkologisch abgeklärt werden. Denn in 70-80 Prozent aller Fälle ist eine Endometriose Ursache für Schmerzen bei der Regel, beim Geschlechtsverkehr und auch für ungewollte Kinderlosigkeit zahlreicher Frauen.“ Nach wie vor dauert es durchschnittlich sechs Jahre vom Beginn der Beschwerden bis zur Diagnosestellung – oft genug nach einer Odysee durch mehrere Arztpraxen. Darum
tut Aufklärung not! Die Europäische Endometriose Liga e.V. bietet am Mittwoch, den 4. September 2013 von 16.00-18.00 Uhr im Rahmen einer Informationsveranstaltung und Podiumsdiskussion Informationen über Symptome, Ursachen und
Behandlungsmöglichkeiten an. Dr. Ingo von Leffern, PD Dr. Olaf Buchweitz von der
Tagesklinik Altonaer Straße, zwei Kinderwunsch-Experten, Kathrin Mund, Leiterin der
Endometriose-Selbsthilfegruppe Hamburg sowie zwei betroffene Frauen erläutern Ursachen, Symptome, Therapieansätze und Erfolgsaussichten.

Endometriose – gutartig aber lästig

Bei der Endometriose handelt es sich um die gutartige Wucherung der
Gebärmutterschleimhaut. Herde von „versprengtem“ Gebärmuttergewebe können sich an unterschiedlichen Stellen im kleinen Becken ansiedeln. Zyklusabhängig baut sich das Gebärmuttergewebe durch die Hormonumstellung auf und ab, es kommt zu Blutungen und zu starken Schmerzen. Anders als in der Gebärmutter kann das Blut nicht nach außen abfließen. Die Endometrioseherde werden immer größer und es können sich blutgefüllte Zysten oder Verwachsungen bilden. „Immerhin ist die Endometriose bei jeder zweiten Frau mit unerfülltem Kinderwunsch Ursache für ihre Unfruchtbarkeit. Grund sind beispielsweise
mechanische Behinderungen durch Verwachsungen und Verklebungen bis hin zum
Eileiterverschluss“, so Gynäkologe PD Dr. Olaf Buchweitz von der Tagesklinik Altonaer Straße in Hamburg.

Für den Einsatz der geeigneten Therapiemöglichkeiten bedarf es einer gründlichen
gynäkologischen Untersuchung. Je nach Ausprägung des Krankheitsbildes und der
Lebensumstände der Patientin erfolgt dann der Einsatz von Medikamenten, teilweise auch kombiniert mit einer Operation. Die häufig lange Krankheitsdauer ist für die Patientinnen sehr belastend. Aus diesem Grund ist eine möglichst zügige Diagnose und die intensive Begleitung der Frauen wichtig!
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