Wettkampf unter Helfern

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(v.l.) Irene (8), Victoria (9), Alexandra (9), Martha (8) lassen sich von Mirco Thiessen und Dierk Nastke den Rettungswagen erklären. Foto: mt/pi

Hilfsorganisationen bilden Schüler zu Ersthelfern aus

Steilshoop. Wer hat es in seinen Jugendjahren nicht schon erlebt? Auf dem Schulhof oder in der Sporthalle kracht es öfter mal. Gut, wenn dann Hilfe schnell am Unfallort ist. Schulsanitäter sind vor Ort und gut ausgebildete Ersthelfer.

„Bei rund 30.000 Unfällen im Jahr an Hamburger Schulen ist der Schulsanitätsdienst eine große Entlastung“, erklärt Klaudia Gottheit von der Unfallkasse Nord. An weiterführenden Schulen ist der Schulsanitätsdienst in Hamburg bereits fester Bestandteil der Unfallerstversorgung. Rund 40 Schulen nehmen an dem Programm teil. Ausgebildet und unterstützt von Maltesern, Johanniter-Jugend oder Jugendrotkreuz konnten in den vergangenen Jahren über 100 Sanitätsdienste Hamburger Schulhöfe sicherer machen. 25 von ihnen trafen sich im Bildungszentrum in Steilshoop, um den besten und schnellsten Ersthelfer zu finden. Für Bramfeld gingen gleich zwei Teams der Stadtteilschule Dorfplatz/Hegholt an den Start. Zehn Prüfungen galt es zu meistern. Nur fünf Minuten Zeit gab es an jeder Station, um die Erstversorgung sicherzustellen.
Ein Nagel im Fuß muss behandelt werden
Die Aufgaben waren unterschiedlich und zum Teil spektakulär in Szene gesetzt. Schnittwunden, Prellungen oder auch ein Nagel im Fuß. An einigen Stationen wurde es sehr blutig. Doch für das Team Hegholt kein Problem. Professionell wird der Verband angelegt, der Patient getröstet und der Notruf abgesetzt. Jennifer (15) ist bereits zwei Jahre Schulsanitäterin und hat schon viel erlebt. „Rund 350 Einsätze gab es vergangenes Jahr an unserer Schule. Die meisten waren natürlich harmlos aber immer konnten wir helfen.“
Nächstenliebe und
Empathie
Bereits zum sechsten Mal findet der Wettbewerb des Hamburger Schulsanitätsdienstes statt. Es ist ein besonderes Erlebnis für die jungen Teilnehmer, hier können sie das Gelernte und alle Erfahrungen mit einbringen.
Am Ende des Tages geht der erste Platz an das Gymnasium Bornbrook. Doch geht es bei diesem Wettbewerb nicht nur ums Gewinnen. „Alle Teilnehmer am Schulsanitätsdienst haben sich entschieden Verantwortung zu übernehmen.
Werte, wie Nächstenliebe oder Empathie werden vermittelt und dienen auch der Gewaltprävention“, klärt Michael Möwius, Koordinator des Hamburger Schulsanitätsdienstes. (mt)
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