Zwei Zentner geerntet

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Geballtes NABU-Fachwissen vor Ort (v.l.) Michael Kasch (67), Barbara Schirmer (46), Kathrin Venjakob (46) und Sabine Bergmann (58) Foto: wb

Große Resonanz und viel Erfolg bei Apfel-Aktion des Naturschutzbundes

Steilshoop/Barmbek Einige Anwohner hatten es wohl nicht abwarten können und sich schon vorher über die rund 60 Bäume auf der Streuobstwiese hergemacht. Dennoch war das NABU-Erntefest südlich des Appelhoffweihers am vergangenen Sonntagnachmittag ein voller Erfolg. „Wir haben bestimmt noch rund zwei Zentner Äpfel ernten können“, berichtete NABU-Gruppenleiter Michael Kasch (67).

„Wir haben bestimmt noch rund zwei Zentner Äpfel ernten können“Michael Kasch

Die Anwohner freuten sich. Unterstützt von den Naturschützern und bewaffnet mit langen Erntestangen machten sie sich auf die Jagd nach den köstlichen Vitaminbomben, darunter viele seltene Sorten. „Das ist ja wie beim Angeln“, freute sich Vera K. aus der Nachbarschaft. Sie angelte sich zusammen mit Zwillingsschwester Sybille einige Kilo „Kaiser Wilhelm“ für Apfelkuchen und Mus. Teilweise vermusen wollten auch NABU-Mitglied Stefanie Behrens (49) und Mutter Renate (76) ihre Ernte. „Ich esse die Äpfel auch, wenn sie nicht perfekt sind. Bin schließlich in schlechten Zeiten aufgewachsen“, freute sich Renate Behrens auf den Fang. „Hier wird schon seit Tagen fleißig geerntet, und nicht immer fachmännisch. Letztlich ist aber wichtig, dass das Obst verwertet wird und nicht auf den Bäumen verfault“, berichtete NABU-Fachfrau Birgit Kasolowsky (52).
Mit großem Aufgebot am eigens errichteten Info-Pavillon informierte die seit 25 Jahren bestehende NABU-Gruppe „Bramfeld-Ohlsdorf-Barmbek“ über ihre Aktivitäten, zum Beispiel das Eisvogel-Projekt an der Seebek. Da kann man immer etwas lernen, zum Beispiel, dass es sich beim Hauhechel-Bläuling um eine seltene Schmetterlingsart handelt, die gelegentlich auch auf der Appelhoffer Streuobstwiese zu finden ist. (tel)
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