Meisterlicher Abschluss

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Hamburg. Meister haben im Handwerk hervorragende Berufsaus-sichten. So ergab eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln aus dem Jahr 2010, dass die Beschäftigungsquote von Hand-werksmeistern höher ist als die von Akademikern.

Meister im Handwerk werden dringend benötigt – so auch die 41 Jungmeisterinnen und -meister, die jetzt auf dem 637. St. Lukasfest der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg freigesprochen wurden. Unter ihnen war auch Johanna Gräfje aus Hamburg-Eilbek, die ihren Meisterbrief nach einigen lernintensiven Monaten von Holger Jentz, Vorsitzender des Bildungsausschusses der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg, entgegennehmen durfte. Obermeister Thomas Rath sagte: „Sie haben nun die Möglichkeit zur Gründung eines Betriebes und die Verpflichtung zur Ausbildung übernommen“, und ergänzte: „Für mich ist der Maler und Lackierer ein Traumberuf.“ Dass Johanna Gräfje den Meisterbrief jetzt schon in den Händen hält, ist etwas Besonderes: Erst 2009 hatte sie ihre Ausbildung abgeschlossen und anschließend den Landesleistungswettbewerb als jahrgangsbeste Malergesellin gewonnen.

Zur feierlichen Freisprechung von Johanna Gräfje und den 40 anderen Jungmeistern ließen es sich prominente Gäste nicht nehmen, den Absolventen persönlich zu gratulieren. Dr. Bernd Egert, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, überbrachte die Glückwünsche des Hamburger Senats. Handwerkskammerprä-sident Josef Katzer betonte, das Lukasfest sei das schönste und älteste Fest des Hamburger Handwerks – schon 637 mal wurden die Maler- und Lackierermeister vor dem Lukasaltar feierlich freigesprochen und wagten anschließend den Schritt in die Selbstständigkeit oder übernahmen Führungspositionen. Auch Johanna Gräfje stehen nun als neue Fachkraft viele Wege offen. Rath: „Der Meisterbrief darf Sie wirklich mit Stolz erfüllen.“

Der Meisterbrief ist die höchste Qualifikationsstufe im Handwerk und zugleich ein Qualitätssiegel für die Verbraucher. Nur bestens ausgebildete Handwerksmeister haben die Möglichkeit, einen eigenen Maler- und Lackiererbetrieb zu gründen. Als Innungsmitglied verschreiben sich die Meister zudem dem Prinzip des lebenslangen Lernens, so dass sie immer auf dem aktuellen Stand sind und diesen Wissensvorsprung zum Wohle ihrer Kunden einsetzen.
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