Wenn das Jobcenter Ein-Euro-Jobber einschränkt. Am Beispiel Altenhilfe des Vereins KoALA

Anzeige
Hier geht´s zum SoVD„In Würde alt werden, heißt auch, auf Hilfe im Alltag zu vertrauen“ .“

„Würde im Alter ist nicht nur politische Theorie. Sie hat auch viel damit zu tun, wie der alte Mensch sein Leben im Alltag einrichtet, wenn er Zuhause alt werden möchte und kann“, so Klaus Wicher, 1. Vorsitzender des SoVD Hamburg. Wicher kritisiert, dass sogenannte Ein-Euro-Jobs etwa im Verein KoALA (Kooperation Arbeiten Lernen und Ausbildung) wegfallen sol-len. KoALA ist ein sozialer Beschäftigungsträger in Altona, der „Arbeitsgelegenheiten“ für etwa 200 Mitarbeitern in Altona, Osdorf, Lurup und Eimsbüttel (Ein-Euro-Jobber) bietet. Für alte bedürftige Menschen leistet KoALA Hilfe im Haushalt, beim Einkauf oder beim Besuch von Ärzten und Behörden. Für Ein-Euro Jobber ist das Ziel, „sich zu stabilisieren und perspektivisch fit für den regulären Arbeitsmarkt zu machen“ (KoALA). Wicher: „Das Jobcenter erweist den Alten und den Ein-Euro-Jobbern einen Bärendienst, wenn sie zu dieser Hilfe keine Alternativen bietet. Wenn diese Jobs ersatzlos wegfallen, ist weder den Langzeitarbeitslosen noch den Alten geholfen“.

In Altona ist fast jeder fünfte Bürger über 65 Jahre alt, das sind über 50.000 Menschen. Viele davon sind finanziell nicht in der Lage, reguläre Unternehmen zu bezahlen. In diese Lücke springen die Helfer von KoALA und anderer Einrichtungen. „Für die einen brauchen wir eine institutionelle Verankerung von Hilfen für alte Menschen. Wir müssen dazu die personellen Ressourcen schaffen, also mehr reguläre Kräfte einstellen. Für die anderen brauchen wir einen sozialen Arbeitsmarkt, um Ein-Euro-Jobber und Langzeitarbeitslose zu stabilisieren und zu qualifizieren. Und wir müssen sie motivieren, diesen Weg der Qualifikation und Integration in Arbeit einzuschlagen“.

Weitere Informationen: Karin Wöhrmann, Landesgeschäftsstelle: Tel: 040 / 61 16 07 0
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige