Wie können Sie bei Pfändungsgefahr Ihr Geld schützen?

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Antwort: indem Sie ein bestehendes Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto, das sogenannte P.-Konto, umwandeln!

Seit 1. Juli 2010 können Kontoinhaber ihre Girokonten bei Banken und Sparkassen in Deutschland als Pfändungsschutzkonten (P-Konten) führen lassen.
Die Banken sind gesetzlich verpflichtet ein bestehendes Girokonto, welches auf nur einen Namen lautet (also keine Gemeinschaftskonten), innerhalb von 4 Werktagen in ein Pfändungsschutzkonto (P.-Konto) umzuwandeln.

Wichtig: wenn jemand mehrere Konten führt, kann er nur eines als P.-Konto führen.
Wenn ein Kunde mit einer Bank/Sparkasse vereinbart, dass ein Girokonto als P-Konto geführt wird, muss das Kreditinstitut dem Kontoinhaber, auch ohne gerichtliche Freigabe erlauben, im Rahmen der gesetzlichen Freibeträge über das Guthaben auf seinem P-Konto zu verfügen. Wird ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss über ein P-Konto erwirkt, so hat der Kontoinhaber einen Pfändungsfreibetrag in Höhe eines Grundfreibetrages von derzeit € 1.045,04 je Kalendermonat im Rahmen seines Kontoguthabens.

Die Erhöhung des Grundfreibetrages für unterhaltsberechtigte Personen (z. B. Ehefrau ohne nennenswertes Einkommen, Kinder) ist möglich, wenn der Bankkunde einer oder mehreren Personen, aufgrund gesetzlicher Verpflichtung, Unterhalt gewährt, oder für Dritte, z. B. seine Kinder, bestimmte Sozialleistungen (z. B. Kindergeld) entgegen nimmt.
Für die Erhöhung des Grundfreibetrages bedarf es der Erstellung einer soge- nannten P.-Konto-Bescheinigung, zum Beispiel durch anerkannte Schuldner-beratungsstellen, Arbeitgeber, Familienkassen, Sozialleistungsträger (z. B. Jobcenter, Grundsicherungsamt), welche dann bei dem betroffenen Kreditinstitut eingereicht werden muss.

Wichtig: auch Sozialleistungen, wie Arbeitslosengeld II, Grundsicherung, gesetzliche Rente, Kindergeld ect. sind seit dem 1. Januar 2012 nur noch auf einem P-Konto vor Pfändung geschützt.

Weitere Auskünfte erteilt Norbert Meyer, Diplom-Sozialpädagoge und Schuldnerberater bei der ADN Schuldner- und Insolvenzberatung gGmbH unter Telefon-Nr. 040/593 555 11 oder E-Mail: meyer@adn-sb.de
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Katrin Sellmeier aus Ahrensburg | 24.02.2014 | 18:08  
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