Feuer: 43 Senioren verletzt

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Großeinsatz von Feuerwehr und Sanitätern im Gustav-Seitz-Weg Foto: tvr-news

Keller des Altenheims der Hartwig-Hesse-Stiftung brannte. Ursache unklar

Steilshoop Ein Feuer im Hamburger Alten- und Pflegeheim der Hartwig-Hesse-Stiftung im Stadtteil Steilshoop forderte am Freitagabend 43 Leichtverletzte. Sie kamen mit Rauchgasvergiftungen oder unter Schock in umliegende Krankenhäuser.
Um 20.47 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Brand gerufen. Insgesamt 200 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Bis Sonnabendmittag hatten die Löscharbeiten und anschließende Messungen angedauert. Vier Kellerverschläge hatten nach ersten Erkenntnissen Feuer gefangen. Das Problem: Der Stromverteilerkasten mit dem Hausanschluss brannte ebenfalls. „Unseren Einsatzkräften schlugen beim Löschen mit Wasser immer wieder Lichtbögen entgegen. Wir mussten das Heim erst vom Stromnetz nehmen, bevor wir den Brand komplett löschen konnten“, so ein Feuerwehrsprecher. Die Bewohner liefen teilweise in Panik auf die verrauchten Flure und kamen dort mit dem gefährlichen Rauch in Kontakt. „Der Einsatz hatte eine enorme Dimension. Die alten Menschen sind eingeschränkt und teilweise dement. Denen kann man nicht einfach sagen, sie sollen auf die Straße gehen und sich dort in Sicherheit bringen. Die Flure waren komplett verraucht. Bei einsetzenden Stromschwankungen liefen einige Bewohner panisch aus ihren Wohnungen. Die Evakuierung des sechsgeschossigen Baus plus Anbauten war so sehr aufwendig“, so der Sprecher. Insgesamt 134 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Der Großteil kam in einer Sporthalle in der Fabriciusstraße unter, einige wurden von Familienmitgliedern abgeholt. Bis Redaktionsschluss am Montagabend hatten Feuerwehr und Polizei das Haus noch nicht freigegeben. Eine genaue Brandursache war laut Polizei noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. „Das ist keine einfache Aufgabe. Es sieht aus, als sei kein Brandbeschleuniger benutzt worden. Die Ermittlungen werden sich aber noch weiter hinziehen. Genaueres kann man noch nicht mitteilen. Wir müssen abwarten“, so Jörg Schröder von der Polizeipressestelle. (ms)
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Carsten Heeder aus Steilshoop | 29.04.2015 | 11:23  
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