Alle Erwartungen übertroffen

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Die HGHB verwandelte in der vergangenen Saison 85 Siebenmeter. In den meisten Fällen wurde zuvor Robin Morgner gefoult Foto: Thomas Hoyer
 
Ligaobmann Jürgen Hitsch hat gut Lachen. Er hat mit seinem Team alles richtig gemacht Foto: Hoyer

Oberligahandballer der HGHB belegen dritten Platz und holen den Pokalsieg

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Noch nie seit ihrer Gründung im Jahr 1997 hat die Handballgemeinschaft Hamburg-Barmbek über ein derart starkes Team wie in der abgelaufenen Saison verfügt. Mit ihrem hervorragenden dritten Platz in der Oberliga Hamburg/ Schleswig-Holstein und dem erneuten Pokalsieg übertrafen die Schützlinge von Trainer Holger Bokelmann alle Erwartungen. Basis für das tolle Abschneiden, das erfreulicherweise auch mit gestiegenen Zuschauerzuspruch einherging, waren zwei Faktoren. Zum einen, dass die eingespielte Truppe der vorangegangenen Saison nach ihrem ordentlichen achten Platz fast komplett zusammenblieb, zum anderen, dass die neu verpflichteten Spieler hervorragend einschlugen, wobei vor allem Dennis Tretow, Arne Schneider und Timo Kretschmar zu nennen sind. Nach passabler Hinrunde, in der man sich schon deutlich von der Abstiegszone abgesetzt hatte – in früheren Zeiten war der Klassenerhalt oft einziges Saisonziel – steigerte sich die Mannschaft in der Rückserie noch einmal erheblich und verlor nur drei von 13 Spielen. Der relativ große Kader bewährte sich in der vergangenen Saison. Es gelang schwierige Verletzungen, sprich längere Ausfälle von wichtigen Spielern wie Nils Becker, der im Oktober einen Kreuzbandriss erlitt und im Herbst auf ein Comeback hofft, Aaron-Levin Dietrich (Schulter), Hendrik „Henne“ Meyn (Rücken) oder Linkshänder Henning Mauer (Ellbogen-OP) gut zu kompensieren. „Unsere für Oberligaverhältnisse ungewöhnlich gute medizinische Betreuung in Form eines Physiotherapeuten und eines Arztes hat dafür gesorgt, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist“, so Jürgen Hitsch. Insgesamt kamen 18 Akteure zum Einsatz. Robin Hoth konnte als einziger aufgrund ständig wiederkehrender muskulärer Probleme kein Match bestreiten spielen. Die meisten Tore in der abgelaufenen Saison erzielte Arne Schneider, der in der 25 Partien 115 traf, darunter 40 verwandelte Siebenmeter. 107 ins Schwarze traf Dennis Tretow (davon 12 Siebenmeter), ein Schnitt von 4,1 Feldtoren pro Match. Robin Morgner warf 95 Tore, wobei den meisten der insgesamt 85 verwandelten HGHB-Siebenmetern ein Foul an dem Kreisläufer vorausging. Auf den weiteren Plätzen der Torschützenliste rangieren Timo Kretschmar (68), Jonas Fischer und Jacek Tomala (je 62). Die Weichen für die neue Saison sind bereits gestellt. Oberstes Ziel ist es, die gute Platzierung der letzten Serie zu wiederholen und die Nummer eins im Hamburger Amateurhandball zu bleiben. „Falls es aber besser laufen sollte, wollen wir im Gegensatz zu 2006, als wir Hamburger Meister wurden, aber aus finanziellen und sportlichen Aspekten auf den Aufstieg in die damalige Regionalliga verzichten mussten, diesmal auf alle Eventualitäten vorbereitet sein“, so Jürgen Hitsch. „Deshalb haben wir den Arbeitskreis ‚HGHB Zukunft‘ ins Leben gerufen, der sich mit der Möglichkeit des Drittliga-Aufstiegs beschäftigt. Sprich versucht, den finanziellen Rahmen dafür zu schaffen. Ein ganz schweres Unterfangen, denn dazu wäre ein Mindestetat von 150.000 Euro erforderlich.“

Anlass zum Optimismus


Sicherlich eine richtige Maßnahme, denn die bisher gemeldeten Zugänge geben für die neue Serie zu einigem Optimismus Anlass. Mit dem 19-jährigen Linksaußen Arnd Sasse kommt vom SV Henstedt-Ulzburg ein sehr junger Spieler, der bereits in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam und großes Ent-wicklungspotential besitzt. Nur Gutes hört man von Felix Weber, einem 21-jährigen Spielmacher, der vom Nord-see-Oberligisten TSV Bremervörde nach Barmbek wechselt. Mit einem weiteren zweitligaerfahrenen Spieler aus Schleswig-Holstein für den rechten Rückraum ist man sich bereits einig, doch möchte Jürgen Hitsch seinen Namen noch nicht nennen, da dessen Saison noch läuft. Vierter Zugang ist Christoph Beutner, der in der A-Jugend-Bundesliga für den HSV Hamburg im Tor stand. Die neuen Feldspieler dürften auch die Abgänge von Arne Schneider und Jacek Tomalla kompensieren. Trainingsbeginn ist bereits am 6. Juni.
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