Aufstieg rückt näher

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Sandra Berlinghoff steuerte zum 23:14-Sieg gegen den BSV drei Tore bei Foto: Thomas Hoyer

Hoher Sieg der Handballerinnen im Spitzenspiel gegen den Bramfelder SV

Von Thomas Hoyer
Barmbek
Die Handballerinnen der HG Hamburg-Barmbek steuern mit großen Schritten den Aufstieg in die höchste Klasse der Hansestadt an. Im Spitzenspiel der Landesliga 2 besiegte das Team in eigener Halle am Alten Teichweg Verfolger Bramfelder SV 23:14 (12:8), nachdem sie bereits das Hinspiel souverän mit 30:17 gewonnen hatten. Damit baute die HGHB ihre Führung auf den BSV auf acht Punkte aus. Der Vorsprung auf den Drittplatzierten, TH Eilbeck 2, der ein Spiel weniger hat, beträgt neun Zähler. Gegen den BSV taten sich die Barmbekerinnen nur in der Anfangsphase etwas schwer. Mitte der ersten Halbzeit konnte sich das Team dann aber vier Tore absetzen und diesen Vorsprung trotz einiger Zeitstrafen dank einer guter Abwehrleistung bis zum Schluss auf 23:14 ausbauen, wobei im Angriff allerdings einige Wünsche offen blieben. Die meisten Tore erzielten Tabea Waßmuth (7) die bislang treffsicherste Schützin, Karen Mosel, Sandra Berlinghoff und Johanna Herbort (je 3). Nach der letzten Saison, in der man hinter dem SC Alstertal-Langenhorn II als Aufsteiger Zweiter geworden war, hatte es im Kader einen größeren Aderlass gegeben. Neben einigen Damen, die dem Handball Adé sagten, aus Hamburg fortzogen oder zu anderen Vereinen wechselten, hörte auch Trainer Frank Puhlmann auf. So verfügte sein Nachfolger Ingo Jonsson, ein früherer Regionalligaspieler des SC Victoria, bei seinem Amtsantritt am 1. Juli 2015 nur noch über neun Akteure. Eine Torhüterin gab es zunächst nicht, da die in der Vorsaison verletzte Vanessa Klaus erst Mitte der Hinserie wieder einsatzfähig werden sollte. Zum Glück gelang es dem Coach, Johanna Nötzold, die Torfrau der „Zweiten“, zu überreden in die Landesligatruppe zu wechseln. Hinzu kamen sieben Damen, die zum Teil schon über Erfahrung in dieser Klasse verfügten. „Daher gab es nur das Ziel, möglichst schnell als Mannschaft zusammen zu finden“, so Ingo Jonsson, der gleich bei Trainingsauftakt den Ausfall von Isabell Zurwellen beklagen musste, die sich einen Bänderriss am Knöchel zuzog, nicht den ersten in ihrer Karriere, weshalb sie eine längere Pause einlegen muss. Um so überraschender war es, dass sich die Barmbekerinnen schnell als Einheit präsentierten, dabei besonders stark in der Abwehr agierten, und ihre ersten sechs Punktspiele gewannen, wobei es noch eine weitere Langzeitverletzte gab. Carolin Fuhrhop, die einzige Linkshänderin im Team, erlitt gegen TuS Aumühle Wohltorf einen Kreuzbandriss. In der siebten Partie folgte dann die erste Niederlage. Trotz 18:16-Führung verlor man in Buxtehude noch mit 18:19. Eine Woche später erwischte das Team einen rabenschwarzen Tag, lieferte beim 17:24 gegen den TSV Ellerbek eine ganz schlechte Leistung ab. „Das war ein Wachmacher zur rechten Zeit, einige Spielerinnen hatten wohl schon Flausen im Kopf“, so Ingo Jonsson rückblickend. Sein Team fing sich schnell wieder und bezwang den TH Eilbeck souverän 21:16. Bis heute folgten sechs weitere Siege. „Vor Saisonbeginn dachte ich noch, wir würden um einen Mittelfeldplatz spielen, vielleicht sogar gegen den Abstieg“, so der Coach. „Wir funktionieren prima als Mannschaft, haben aber keine überragende Einzelspielerinnen. Ich denke weiter nur von Spiel zu Spiel, denn der Aufstieg ist mit dem letzten Sieg in greifbare Nähe gerückt.“
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