Bergedorf eine Nummer zu groß

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Erbitterter Kampf um den Ball zwischen Bramfelds Carina Blumroth (r.) und Desiree Steinike.

BSV-Damen verlieren Pokalfinale

BRAMFELD. Die Überraschung blieb aus: Im Hamburger Pokalendspiel unterlagen die Damen des frischgebackenen Verbandsligameisters Bramfelder SV dem eine Klasse höher spielenden Team von Bergedorf 85 mit 0:4.
Vor knapp 400 Zuschauern im Victoria-Stadion an der Hoheluft begannen die Bramfelderinnen viel zu ängstlich, kassierten bereits in der 7. Minute durch einen direkt verwandelten 18-Meter-Freistoß von Kathrin Miotke mit Hilfe tatkräftiger Unterstützung der indisponierten Mauer das 0:1. „Der für den Gegner verhängte Freistoß war eine Fehlentscheidung der Schiedsrichterin“, bedauerte BSV-Trainer Manuel Alpers. Als Tatjana Schulz ihre Gegenspielerin nicht an der Flanke hindern konnte, hieß es durch ein schönes Kopfballtor von Maria Albrecht nur weitere sieben Minuten später 0:2 (14.). Kurz darauf beförderte Kathrin Miotke eine scharfe Hereingabe aus zwei Metern zum dritten Tor in die BSV-Maschen. Zum Glück berappelte sich der Außenseiter in der Folge, besaß sogar etwas mehr Spielanteile, doch wirklich in Gefahr geriet das Gehäuse des Gegners nur einmal, als die Bergedorfer Torhüterin Jasmin Hadrous einen schönen Kopfball von Carina Blumroth nach Freistoß von Catharina Schimpf parieren musste. Nach dem Seitenwechsel konnten die BSV-Damen die Partie zunächst optisch relativ ausgeglichen gestalten, wobei sich viel im Mittelfeld abspielte. Eine weitere Torchance gab es nicht, während der Gegner mehrfach den vierten Treffer auf dem Fuß hatte. In der 75. Minute war es dann soweit. Nach präziser Flanke traf Maria Albrecht volley zum 4:0 Endstand. Kurz vor dem Abpfiff wäre den BSV-Damen fast noch das Ehrentor geglückt. Tatjana Schulz scheiterte jedoch an der gegnerischen Torfrau. „In der Anfangsphase hat die Mannschaft viel zu viel Respekt vor Bergedorf gehabt, war überaus nervös“, so Trainer Manuel Alpers. „Insgesamt sind wir unter unseren Möglichkeiten geblieben, auch wenn es nach dem 0:3 phasenweise nicht schlecht lief. Leider haben sich heute einige Führungsspielerinnen versteckt.“
Davon konnte eine Woche zuvor keine Rede sein, als Bramfelds Fußballerinnen ihr letztes und entscheidendes Spiel um die Meisterschaft in der Verbandsliga gegen Altona 93 nach 1:3-Rückstand noch 6:3 gewannen, damit vor dem punktgleichen Team von DuWo 08 den Titel holten. Am Ende gab der drei Minuten vor Schluss von Catharina Schimpf erzielte sechste Treffer den Ausschlag zugunsten des BSV, der bei gleicher Tordifferenz einmal mehr eingenetzt hatte. In den Relegationsspielen zur Regionalliga müssen die Bramfelderinnen zunächst bei TuRa Meldorf, Schleswig-Holsteins Vizemeister, antreten (Mo. 28.5.). Zur zweiten Begegnung empfängt man Bremens Titelträger ATS Buntentor (3.6., 14 Uhr). „Wir rechnen uns durchaus Aufstiegschancen aus“, zeigt sich Manuel Alpers zuversichtlich.
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