BSV-Frauen sind nicht zu stoppen

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Denise Stroda zieht aus 16 Metern ab, doch ohne zählbaren Erfolg Foto: Thomas Hoyer

Klarer Favorit für Wiederaufstieg. Ziel ist die Hamburger Meisterschaft

Von Thomas Hoyer
Schon nach fünf Spielen der neuen Saison zeichnet sich ab, dass die nach der letzten Saison aus der Regionalliga abgestiegenen Fußballerinnen des Bramfelder SV die sofortige Rückkehr in Deutschlands dritthöchste Klasse anpeilen. Mit 15 Punkten aus fünf Spielen führt das Team von Trainer Manuel Alpers souverän die Tabelle der Verbandsliga an. In der letzten Partie besiegte man Verfolger DuWo 08 mit 2:0.

Gefährliche Flanken

Das Kräftemessen mit dem härtesten Konkurrenten, der bis dahin ebenfalls alle vier Spiele gewonnen hatte, verlief in den ersten 45 Minuten ziemlich einseitig. Die Bramfelderinnen bestimmten von Beginn an das Spielgeschehen, fingen fast jeden Angriff des Gegners spätestens an der Mittellinie ab. Auffällig war dabei, wie oft sich Catharina Schimpf auf der linken Seite durchsetzen konnte. Ihre Flanken sorgten mehrfach für große Gefahr. „Das gehörte zu unserer Marschroute“, so Trainer Manuel Alpers. „Die rechte Abwehrseite des Gegners war für mich eine Schwachstelle.“ Aus der Überlegenheit resultierten einige gute Möglichkeiten, doch Catharina Schimpf, Marika Tokarski und Maria Albrecht vergaben. So dauerte es bis zur 24. Minute, ehe dem BSV durch Maria Albbrecht nach Steilpass von Vanessa Zawada per 15-Meter-Lupfer über DuWos gute Torhüterin Tanja Sierk das 1:0 gelang. Nach dem Pausenpfiff riss bei den Gastgeberinnen der Faden. Anstatt gefällig weiter zu kombinieren, versuchte man es mit langen hohen Bällen. Nach einer Stunde verriet die Defensivabteilung des BSV eklatante Schwächen.

Zehn Neuzugänge

Der Ausgleichstreffer der Gäste lag mehrfach in der Luft. Bei einem Schuss von DuWos Birte Schulz reagierte Torhüterin Frederike Wiener glänzend. Erst als Vanessa Zawada in der 84. Minute mit einem direkt verwandelten 18-Meter-Freistoß nach Foul an Maria Albrecht das 2:0 gelang, war die Partie zugunsten des BSV entschieden.
Nach dem Abstieg aus der Regionalliga gab es im Bramfelder Kader zahlreiche Veränderungen. Acht Frauen verließen den Verein, darunter Torhüterin Andrea Rehfeldt und Außenverteidigerin Dorit Evers, die lange das BSV-Dress trugen und sich aufgrund ihres Studiums dem Kieler MTV anschlossen. Doch sorgen zehn Neuzugänge dafür, dass die entstandenen Lücken geschlossen wurden.
Mit Keeperin Frederike Wiener und Innenverteidigerin Verena Hildebrandt kamen vom FFC Oldesloe zwei Spielerinnen, die über Erfahrung in der 2. Bundesliga verfügen. Auch im Sturm hat man sich gut verstärkt. Maria Albrecht ging zuletzt für den Regionalligisten Bergedorf 85 auf Torjagd, während Marika Tokarski für ihren alten Verein, den SC Vier- und Marschlande, in der letzten Serie 28 Mal traf, damit Torschützenkönigin der Verbandsliga wurde. „Ich denke, unter dem Strich sind wir sogar besser aufgestellt als in der letzten Saison“, freut sich Trainer Manuel Alpers. „Die Mannschaft hat spielerisch und menschlich schnell zusammen gefunden, wie sich bereits in den ersten Partien gezeigt hat. Unser Ziel ist die Hamburger Meisterschaft verbunden mit der Teilnahme an den Aufstiegsspielen und der Gewinn des Hamburger Oddset-Pokals.“
Das Aufgebot 2013/14
Tor: Frederike Wiener; ABWEHR: Judith Kahl, Gesche Israel, Frauke Graetz, Denise Hübscher, Jacqueline Bleser, Nina Stietz, Verena Hildebrandt, Sandra Pansch
MITTELFELD: Jana Behrens, Nicole Neumann, Catharina Schimpf, Carina Blumroth, Denise Stroda, Vanessa Zawada, Paula Ziselsberger, Jacqueline Rohr, Josephine Scholz, Sina Ahlers
ANGRIFF: Karina Lüth, Larissa Holland, Marika Tokarski, Maria Albrecht, Stephanie Haase.
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