BSV-Frauen verlieren gegen Union Berlin

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Bramfelds Defensivabteilung hatte alle Hände voll zu tun. In dieser Szene klärt Sebnem Dairecioglu vor ihrer Gegenspielerin Foto: Hoyer

Nach der 0:3-Niederlage ist der Klassenerhalt eine Monsteraufgabe, so Trainer Alpers

Von Thomas Hoyer
Bramfeld
Mit einer bitteren Enttäuschung endete für die Fußballerinnen des Bramfelder SV ihr Debüt in der 2. Bundesliga Nord. Gegen Mitaufsteiger 1. FC Union Berlin verlor das Team von Trainer Manuel Alpers am Ende auch in dieser Höhe verdient mit 0:3. Die erste Chance des von 150 Zuschauern besuchten Spiels besaß der BSV, doch konnte Unions Torhüterin den Schuss von Dalina Saalmüller parieren (5.). Danach diktierte der Gast ganz klar das Geschehen. Die meist unter Druck stehende BSV-Abwehr stand bis auf wenige Ausnahmen sicher, einschließlich Torhüterin Andrea Fernandes Neves, die nach anfänglicher Nervosität immer mehr zum großen Rückhalt ihrer Mannschaft wurde, wie in der 20. Minute, als sie mit schönem Reflex per Fuß einen Acht-Meter-Schuss entschärfte. Hinzu kam Glück bei einem Freistoß an den Pfosten (31.). In der 38. Minute hatten die BSV-Frauen plötzlich das 1:0 auf dem Fuß. Nach schöner Vorarbeit von Dalina Saalmüller scheiterte Ziva Hanzic aus kurzer Distanz aber an Unions Torfrau. Direkt nach dem Seitenwechsel kam dann auch noch richtiges Pech dazu: Ziva Hanzic und Carla Morich trafen zweimal den Pfosten (46./48.). Die Berlinerinnen machten es besser. Nach Freistoß in die Mauer und Nachschuss an die Latte, traf Katja Orschmann zum 1:0 (55.). Als Lisa Heiseler nur wenige Minuten später den zweiten Treffer nachlegte, war die Vorentscheidung gefallen. Die Bramfelderinnen kämpften weiter und besaßen noch eine Chance, einen direkten Freistoß von Nurdan Üstün, der von Berlins Torhüterin pariert wurde. Das 0:3 fiel in der 83. Minute.

Neuer Kader


Im BSV-Team stehen sieben neue Spielerinnen. Unter ihnen Carla Morich vom Konkurrenten SV Henstedt-Ulzburg, eine 2015 vom Hamburger Fußball-Verband zur besten Nachwuchsspielerin gekürte Stürmerin. Über Zweitligaerfahrung verfügt auch Außenverteidigerin Franka Dreyer, die gegen Union wegen Verletzung bereits nach 16 Minuten ausgewechselt werden musste. Unter den Neuverpflichtungen befindet sich mit Christina Pohl zudem eine weitere Keeperin, die früher in der B-Junioren-Bundesliga bei Holstein Kiel und dem Magdeburger FFC das Tor hütete. Allerdings kann sie nach einem Kreuzbandriss erst im Herbst richtig einsteigen. Mit 30 Spielerinnen ist der Kader sehr groß. „Bei uns herrscht genau der Konkurrenzkampf, den wir unbedingt brauchen“, so Trainer Alpers, der vorerst auf seine Allrounderin Catharina Schimpf verzichten muss, die sich bei einem Trainerlehrgang das Schlüsselbein brach. Noch lange fehlt auch Saskia Windolf nach einem bei ihrer Abiprüfung erlittenen Kreuzbandriss. Die Bramfelderinnen bereiteten sich intensiv auf die neue Saison vor, absolvierten dabei eine Reihe von Testspielen. Sehr gut verkaufte sich das Team beim 3:4 gegen den dänischen Erstligisten Kolding Q, der vergangene Saison die Champions-League-Qualifikation nur knapp verpasste. Bereits einen Tag später gab es bei Zweitligaabsteiger Holstein Kiel einen 4:1-Erfolg. „Wie sich gegen Union gezeigt hat, ist der Klassenerhalt wirklich eine Monsteraufgabe“, so Trainer Alpers, für den der enorm verstärkte Mitaufsteiger Arminia Bielefeld Meisterschaftsfavorit ist, bereits im nächsten Heimspiel Gegner der BSV. „In der zweiten Liga weht ein ganz anderer Wind als eine Klasse tiefer.“

ABGÄNGE: Verena Hildebrandt, Nina Stietz (pausieren beide), Marika Tokarski (ESV Einigkeit Wilhelmsburg), Karina Lüth (Studium Köln)
ZUGÄNGE: Christina Pohl, Sylvana Kempka (beide HSV), Finn Müller, Franka Dreyer (beide Bergedorf 85), Carla Morich (SV Henstedt-Ulzburg), Sophie Windisch (Barmbek - Uhlenhorst), Alina Köstner (USC Paloma), Michelé Scholz, Gianna Hüllmann (beide BSV-Nachwuchs).

Das Aufgebot 2016/17


TOR: Andrea Fernandes Neves, Christina Pohl, Frederike Wiener
ABWEHR: Judith Kahl, Sebnem Dairecioglu, Finn Müller Saskia Windolf, Denise Stroda, Janet Blehk, Malina Schütt, Denise Hübscher, Dolores Gorcic, Jacqueline Bleser, Paula Ziselsberger, Franka Dreyer
MITTELFELD: Alina Köstner, Sophie Windisch, Sylvana Kempka, Dalina Saalmüller, Jasmin Wolf, Nurdan Üstün, Catharina Schimpf, Vanessa Zawada, Safia Hassam, Ziva Hansic, Sara Akbulut, Gianna Hüllmann
ANGRIFF: Marilen Bistricianu, Sara Schäfer-Hansen, Maria Albrecht, Carla Morich, Michelé Scholz
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