BSV-Fußballer jubeln

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Überglückliche Sieger: Das Team des BSV wenige Minuten nach dem Schlusspfiff. Fotos: Thomas Hoyer

„Zweite“ gewinnt den Pokal

Bramfeld. Nach dem Aufstieg der 1. Herren in die Oberliga und dem Meisterschaftsgewinn der Damen meldet die Fußballabteilung des Bramfelder SV mit dem Pokalsieg der „Zweiten“ einen weiteren beeindruckenden Erfolg. Im Endspiel, das vor über 300 Zuschauern auf dem Sportplatz Dulsberg-Süd ausgetragen wurde, bezwangen die Bramfelder den eine Klasse tiefer spielenden TSV Sasel mit 2:0.
In der ersten Halbzeit konnte der BSV wenig überzeugen, auch wenn man in den ersten zwanzig Minuten mehr Spielanteile besaß. Von einem Klassenunterschied war nicht viel zu sehen. Auf beiden Seiten gab es je eine Chance. Mirco Behrens hatte mit einem Pfostenschuss Pech und Tobias Boldt, der zur „Dritten“ des HSV wechselt, musste bei Sasels einziger Möglichkeit auf der Linie retten.„Wir haben uns dem Niveau des Gegners angepasst“, so Trainer Marc Viola, der in der Kabine aber die richtigen Worte fand, denn nach dem Seitenwechsel kam sein Team besser in Fahrt. Ein Kopfball von Marco „Opa“ Lüders, der in der kommenden Saison das Co-Traineramt bei der „Zweiten“ von TuRa Harksheide übernimmt, strich nur knapp am Saseler Gehäuse vorbei, während ein Behrens-Kopfball großartig vom gegnerischen Keeper pariert wurde (48./50.). Auch ein Schuss von Henrik Wolfgram fand nicht das gewünschte Ziel (65.). So mussten sich Bramfelds Fans bis zur 77. Minute gedulden, ehe Boldt eine Freistoßflanke von Danny Qasem per Kopf endlich zum 1:0 versenken konnte. Nur eine Minute später fast das 2:0, doch wieder fand Behrens bei einem Kopfball in Sasels Keeper seinen Meister. Erst 120 Sekunden vor dem Abpfiff, als Boldt nach Konter über Qasem zum 2:0 traf, war die Partie entschieden. „Das war ein verdienter Sieg und ein Superabschluss einer mäßigen Saison“, freute sich Trainer Marc Viola.
Auf dem Weg ins Pokalfinale hatte Bramfelds Reserve zunächst Hummelsbüttel (6:0), Staffelkonkurrent Paloma (2:0) und die Sportfreunde Pinneberg (3:1) ausgeschaltet. Es folgte eine gute Leistung im Bezirksligaduell gegen den FC Elmshorn, den man durch Tore von Wolfgram und Behrens bezwang. „Nach dem 2:1-Sieg gegen Buchholz 08 und dem Ausscheiden einiger Favoriten haben wir den Pokal erst richtig wahrgenommen“, so Marc Viola, dessen Team im Halbfinale den SV Wilhelmsburg mit 5:3 ausschaltete.
Weniger gut war es für die Bramfelder in der Meisterschaft gelaufen. Für Trainer Thomas Giza, unter dessen Regie das Team nur zehn Punkte holte und auf dem vorletzten Tabelleplatz rangierte, hatte Marco Viola die Truppe als Interimscoach übernommen. Aus vereinbarten drei Wochen wurden allerdings sieben Monate. Und es gelang Viola, der in Zukunft nur noch in der Alten Herren des BSV kickt, die Mannschaft vor dem Abstieg zu retten. „Marcs großes Engagement ist mit dem Klassenerhalt und dem Pokalsieg belohnt worden“, so Christiane Herzberg, Vorstandsmitglied des BSV.
„Wir sind Marc sehr dankbar, dass er so kurzfristig eingesprungen ist und das Team entgegen der Absprache sogar bis zum Saisonende trainiert hat.“
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