„Charme von BU ist die Menschlichkeit“

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Engagiert verfolgt Frank Pieper (l.) das Pokalfinale gegen den SC Condor. Rechts: Co-Trainer Peter „Pasche“ Paczkowski Foto: Thomas Hoyer

Coach Frank Pieper, Hamburgs Fußball-Trainer des Jahres, im Wochenblatt-Interview. Ferien-Camps für Kinder

Barmbek Frank Pieper (43), Trainer des Oberligisten HSV Barmbek-Uhlenhorst, wurde jetzt zum Hamburger Trainer des Jahres gewählt. Mit BU gewann er den Oddset-Pokal, den Pokal des Hamburger Amateurfußballs, und erreichte mit den Blau-Gelben von der Steilshooper Straße einen beachtlichen dritten Platz in der Oberliga Hamburg. Grund genug, auf Wolke sieben zu schweben, oder Herr Pieper? Ein Wochenblatt-Interview mit dem Erfolgstrainer.

Wochenblatt: Sie sind gerade aufgrund Ihrer Erfolge mit BU zum Hamburger Trainer des Jahres gewählt worden. Geht es Ihnen so richtig gut?
Frank Pieper: Gut geht es mir immer bei BU. Dieser Verein ist die Garantie für mein Wohlergehen. Die Erfolge sind natürlich schön. Wir haben zwei Jahre gegen den Abstieg gespielt und landeten danach auf Platz drei.

Wochenblatt: Wo haben Sie bisher als Trainer gearbeitet?
Pieper: Beim HSV habe ich die Jugendmannschaften U16, U19 und U23 trainiert. Die U23 als Co-Trainer unter dem früheren HSV-Profi Karsten Bäron. Da habe ich viel gelernt. Seit Sommer 2009 trainiere ich die erste Mannschaft von BU mit der Unterbrechung von 2010 bis 2011.

Wochenblatt: Sie sagen, Ihr Wohlergehen wird bei BU garantiert. Was macht den Charme von Barmbek-Uhlenhorst aus?
Pieper: Die Menschen in und um den Verein. Das sind die Mitglieder, die Alten, die Fans. Es herrscht hier eine große Menschlichkeit. Es ist sehr familiär. So wie in der Kleinstadt, aus der ich stamme.

Wochenblatt: Spielte Fußball in Ihrem Leben schon früh eine wichtige Rolle?
Pieper: Ich habe mit fünf, sechs Jahren angefangen Fußball zu spielen. Zwischen 16 und 20 war dann Schwimmen meine Sportart Nummer eins. Ich war ein sehr guter Leistungsschwimmer in Schleswig-Holstein. Dort in der Bestenliste. Während des Studiums bin ich zum Fußball zurückgekehrt.

Wochenblatt: Was haben Sie studiert?
Pieper: Informatik, Mathematik und Sport. Ich bin Lehrer am Gymnasium Heidberg. Der Trainerjob ist Ehrenamt. Mein Hobby. So wie andere mit ihren Kumpels Bier trinken gehen, so trainiere ich mit meinen Freunden zusammen eine Oberliga-Mannschaft.

Wochenblatt: Wohnen Sie in Barmbek?
Pieper: Nein, aber nicht weit weg in Sasel. Wegen BU. In Hamburg habe ich überall gewohnt.

Wochenblatt: Gibt es bei Ihnen auch ein Leben außerhalb des Fußballs?
Pieper: Oh ja. Das Leben mit meiner Familie, mit meiner Frau und meinen zwei Kindern. Das ist das Wichtigste in meinem Leben. Ich spiele auch Tennis oder fahre Ski.

Wochenblatt: Was war der größte Erfolg in Ihrer Fußballkarriere?
Pieper: Das kann ich ganz schwer sagen. Natürlich wiegt der Pokalsieg schwer. Das Abschneiden in der Oberliga aber fast mehr. Wir haben uns vom Abstiegskandidaten aufgrund eines sehr guten Mannschaftsgefüges in die Spitzengruppe hochgespielt. Schließlich ist für mich auch ein großer Erfolg, dass ich beim HSV Jugendliche trainiert habe, die Profis geworden sind, zum Beispiel Eric-Maxim Choupo-Moting.

Wochenblatt: Sie engagieren sich auch stark für das „Coerver Coaching“ von Kindern und Jugendlichen?
Pieper: Ja, es findet jetzt in den Herbstferien wieder unter der Leitung von Rocco Leeser hier bei Barmbek-Uhlenhorst statt. Da werden die fußballerischen Fähigkeiten verbessert. Ich werde da vorbeischauen, um zu sehen, ob sich Jugendliche für die erste Mannschaft anbieten. Ich hoffe, dass dadurch mehr als nur ein Jugendlicher pro Jahr den Sprung in die ersten Mannschaften schafft. Noch können sich Jungs und Mädchen anmelden. In der ersten Ferienwoche ab 19. Oktober trainieren sie gemeinsam, in der zweiten Woche laufen nur die Mädchen auf. (ch)

Anmeldungen zum „Coerver Coaching“ unter 0171/ 6831 100
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